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Die vier zentralen Aufgaben in der Krise
Interview mit
Dr. Pero Micic zum verantwortungsvollen Umgang mit Krisen.
 

 

ADG ZukunftsRadar 2.0
Chancen, Geschäfts-
felder und Visions-
kandidaten für das bankindividuelle Zukunftsmanagement. Eine Studie über Entwicklungen des Bankenmarktes mit einer antizipierten Wirksamkeit bis zum Jahr 2018.


Bernd Hinrichs

 

Chancen-Projekt mit der Schweizerischen Post
Auf der Suche nach zukunftsträchtigen neuen Geschäftsfeldern griffen die Verantwortlichen von PostMail auf die Fachkompetenz und die methodische Expertise der FMG zurück.

 

Die fünf ZukunftsBrillen
Lesen Sie über die fünf Sichtweisen  auf die Zukunft.

ZukunftsBrillen



 

 

DIE FÜNF SICHTWEISEN AUF DIE ZUKUNFT

 

Der methodische Ansatz der FutureManagementGroup AG realisiert die fünf möglichen Sichtweisen auf die Zukunft. Die Zukunft kann im unternehmerischen Kontext mit fünf "Brillen" betrachtet werden:

  1. "Blaue Sichtweise": Die wahrscheinliche Zukunft in Form von Annahmen

  2. "Grüne Sichtweise": Die denkbare Zukunft in Form von Chancen

  3. "Gelbe Sichtweise": Die gewünschte Zukunft in Form einer Vision

  4. "Rote Sichtweise": Die unerwartete Zukunft in Form von Überraschungen

  5. "Violette Sichtweise": Die geschaffene Zukunft in Form von Strategien

"Komm lasst uns mal so richtig kreativ spinnen, aber bitte ganz praxisnah". Diese vielgehörte Wunschvorstellung ist nicht realisierbar, es ist ein Dilemma. Wir können nicht gleichzeitig hochkreativ und analytisch, hochkritisch und visionär denken. Wir können es nur hintereinander. Die fünf Sichtweisen müssen daher in der richtigen Reihenfolge eingenommen werden. Auf diese Weise ergibt sich eine Sequenz von Sichtweisen und somit ein Prozess, der sich in Hunderten von Projekten in Unternehmen und Organisationen verschiedenster Art bewährt hat. Ergänzt wird dieser Prozess um eine einleitende Phase "Zukunftsradar", in der das Umfeld nach Zukunftsinformationen abgesucht wird und die Implementierung eines Zukunftsmanagement-Systems, mit dem der Prozess institutionalisiert wird.





1. DIE BLAUE BRILLE. WAS IST DIE WAHRSCHEINLICHE ZUKUNFT?


Mit Erfahrung und logischem Denken kann es Fachleuten gelingen, die wahrscheinliche Entwicklung eines Marktes über einige Jahre recht gut abzuschätzen. Menschen bauen ihr Leben und Unternehmen ihre Existenz auf der Grundlage solcher Zukunftsannahmen auf. Wer in eine Anlage in der chemischen Industrie investiert, legt sich nicht selten auf ein Vierteljahrhundert fest und verwettet somit häufig seine wirtschaftliche Existenz auf die Richtigkeit seiner Zukunftsannahmen über Kundenbedarf, Markt und Technologie in der Zukunft. Schon die Entwicklung eines neuen Produktes und die Einstellung eines Mitarbeiters basiert auf unseren Zukunftsannahmen. Und doch erstaunt es immer wieder, wie wenig Unternehmen ihre Zukunftsannahmen als Basis ihrer Entscheidungen irgendwo schriftlich niedergelegt und damit überprüfbar gemacht haben. Die blaue Sichtweise wird methodisch bei der Zukunftsanalyse eingenommen.



2. DIE GRÜNE SICHTWEISE: WAS IST DIE MÖGLICHE UND GESTALTBARE ZUKUNFT?

Die grüne Sichtweise fragt nach den Gestaltungsmöglichkeiten für die Zukunft. Welche Karten haben wir für das Spiel der Zukunft in unserer Hand? Welche Karten können wir uns beschaffen? Was ist gestaltbar? Was ist machbar? Können wir als Brauerei Hobbybrauer züchten und sie animieren, ihr Bier zu "prosumen", es selbst zu brauen, und dazu die Ausstattung und das Know-how liefern? Können wir als deutsche Großstadt einen Stadtverband mit einer Stadt im Nachbarstaat gründen? Die grüne Brille ist kreativ, erforschend und grenzenlos. Sie unterscheidet sich damit grundlegend von der analytischen, logischen Sicht- und Denkweise der blauen Brille. Die grüne Sichtweise kennt keine Grenzen des Denkens. Während Erfahrung in der blauen Sichtweise noch ein Erfolgsfaktor war, wird sie in der grünen Sichtweise zum Erfolgsdivisor; je mehr Erfahrung, desto schlechter die Ergebnisse. Je distanzierter der Blick, desto höher sind meist Qualität und Quantität der erkannten Zukunftschancen. Die grüne Sichtweise wird methodisch bei der Chancen-Entwicklung eingenommen.


3. DIE GELBE BRILLE: WIE SOLL UNSERE ZUKUNFT AUSSEHEN?

Durch die gelbe Brille sehen wir die Chancen mit einem kritischen und zugleich visionären Auge. Es gilt diejenigen Zukunftschancen zu bestimmen, die zu Ihnen, zu Ihrem Unternehmen, Ihren Potenzialen, Fähigkeiten, Ressourcen, Finanzen und zu Ihrer Kultur passen. Die besten Chancen werden zu Teilen einer strategischen Vision als dem konkreten Bild einer faszinierenden, tatsächlich gemeinsam erstrebten und realisierbaren Zukunft. Die gelbe Sichtweise wird methodisch bei der Visions-Entwicklung eingenommen.


4. DIE ROTE BRILLE: WIE KÖNNTE DIE ZUKUNFT UNS ÜBERRASCHEN?

Der 11. September 2001, der 09. November 1989 (Maueröffnung) und der 26. April 1986 (Tschernobyl) waren überraschende Ereignisse. Der vorläufige Flop der New Economy, das beharrliche Ausbleiben des Videofoniebooms und die rapide Verbreitung des Internets Mitte der 90er Jahre waren überraschende, aber allmähliche Entwicklungen. Durch die rote Brille halten wir nach solchen Überraschungen Ausschau und versuchen, unsere Zukunftsstrategie durch Prävention, Vorsorge oder Versicherung zu verbessern. Die rote Sichtweise wird bei der Überraschungs-Analyse angewandt.


5. DIE VIOLETTE BRILLE: WIE SCHAFFEN WIR UNSERE ZUKUNFT?

Den meisten (Lebens)unternehmern ist die violette Brille sehr vertraut. Hier wird das konkrete Tun für die Zukunft definiert. Mit dieser Sichtweise gibt es die geringsten Verständnis- und Umsetzungsprobleme, denn sie ist tief im täglichen Denken und Handeln verankert. Und doch dürfen wir uns die violette Brille erst aufsetzen, nachdem zuerst wir durch die anderen vier Brillen gesehen haben. Die violette Sichtweise kommt bei der Strategie-Entwicklung zum Tragen.

 

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