ZUKUNFTSFORSCHUNG Gegenstand der Zukunftsforschung (auch: Futurologie) sind antizipierte zukünftige strukturelle Entwicklungen und ihre Wirkungen sowie die daraus zu ziehenden Folgerungen für die Gegenwart.
ZIEL
Ziel der interdisziplinär angelegten Zukunftsforschung ist die systematische Erzeugung von Orientierungswissen und die stärkere Einbeziehung zukunftsorientierter Erwägungen in Entscheidungsprozesse.
Grundpostulate der Zukunftsforschung sind nach Ossip Flechtheim (1972): - Die Welt ist dynamisch, sie ändert sich in ihren Grundstrukturen, sie produziert Neues
- Gewisse Grundstrukturen des Wandels sind zumindest teilweise erkennbar
- Richtung und Tempo der Änderungen können hier und da in groben Zügen vorhergesehen werden
- Auch antithetische Prognosen und Projektionen haben ihren Wert – sie können zur Klarlegung von Problemen und Krisen beitragen und sogar teilweise richtig sein
- Innerhalb des Rahmens besteht Freiheit der Wahl und der Gestaltungsmöglichkeit
- Durch das Erkennen des Notwendigen, Möglichen und Gewollten wird die Zukunft mitgestaltet:
Methoden der Zukunftsforschung sind zum Beispiel die Delphi-Umfrage, Szenarios, Zeitreihen- und Trendextrapolationen, Präferenzanalysen und integrierte Managementinformationssysteme.
Die Abgrenzung zwischen Trendforschung und Zukunftsforschung ist fließend. |