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Eltviller Modell

Das Eltviller Modell des Zukunftsmanagements wird von Unternehmen und öffentlichen Institutionen verwendet, um das Nachdenken und Kommunizieren über zukünftige Umfeldentwicklungen, die Früherkennung von Zukunftsmärkten, die Entwicklung von Zukunftsstrategien und den Aufbau von Zukunftskompetenz durch ein fundiertes System von Begriffen zu stützen. Das Eltviller Modell bietet eine umfassende und integrierte Terminologie. Es verbindet die Anforderungen des wissenschaftlichen Zukunftsmanagements mit den Notwendigkeiten des unternehmerischen Alltags.

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Eltviller Modell, Denkobjekte
  • Aufgabe: Aktivität zur Erreichung eines Ziels innerhalb eines Prozesses oder Projektes   
    Beispiel: Ausarbeitung eines Konzeptes für ein Qualitätsmanagementsystems
  • Entwicklungschance: Sehr gut beurteilte Zukunftschance, die wegen fehlendem Wissen noch reift und geprüft wird.
  • Erwartung/Nicht-Erwartung: Aussage über die Zukunft mit als hoch bzw. niedrig angenommener Wahrscheinlichkeit.
  • Eventualität: Aussage über die Zukunft mit als mittel angenommener Wahrscheinlichkeit.
  • Eventualstrategie: Handlungsmöglichkeit bei Eintritt unerwarteter Ereignisse oder Entwicklungen.
  • Leitlinie: Vereinbarung über strategisches Verhalten.
  • Mission: Langfristiger Auftrag, den das Unternehmen für seine Kunden erfüllt.
  • Projekt: Bündel einmalig durchzuführender Aufgaben zur Realisierung eines Ziels.
  • Prozess: Gesamtheit aufeinander abgestimmter regelmäßiger Aufgaben zur Realisierung eines Ziels.
  • Systeme: Einrichtungen zur Unterstützung der Ausführung von Projekten und Prozessen. Unter dem Begriff des Systems fassen wir alle materiellen und immateriellen Ressourcen und Werkzeuge zusammen.
    Beispiel: Qualitätsmanagementsystem, Produktionsanlage etc.
  • Überraschungen: Unwahrscheinliche Ereignisse und Entwicklungen, die dennoch eintreten.
  • Vision: Konkretes Bild einer faszinierenden, gemeinsam erstrebten  und realisierbaren Zukunft.
  • Ziel: Angestrebter Zustand eines Gestaltungsfeldes.
  • Zukunftsannahme: Eine Projektion oder ein Szenario mit zugemessener Wahrscheinlichkeit.
  • Zukunftschance: Lohnende Handlungsmöglichkeit.
  • Zukunftsfaktor: Trends, Technologien oder Themen, die als Treiber des Wandels wirken.
  • Zukunftsprojektion: Konkrete Aussage über den zukünftigen Zustand eines Beobachtungsobjektes.
  • Zukunftsszenario: Gruppe von Projektionen, komplexes Bild einer möglichen Zukunft.
Empathiematrix

Eine Empathiematrix ist eine Technik des Zukunftsmanagements. Sie unterstützt die Entwicklung von Chancen durch die Verknüpfung von Kundenbedürfnissen mit dem derzeitigen Angebot in allen Phasen des Kundenlebens von der Bedarfserkennung bis zur Entsorgung und unterstützt die Ableitung von Änderungsbedarf auf Basis dieser Verknüpfungen.

Entwicklungschance

Hoch bewertete Zukunftschance, die noch nicht Teil der Zukunftsstrategie werden kann, da ihr Wert und ihre Machbarkeit noch unklar sind    

Beispiel:

  • Wir könnten ein automatisches Wettbewerbsbeobachtungssystem einführen, wissen aber noch nicht, ob solche Systeme wirklich aussagekräftige Informationen liefern.
Environmental Scanning

Beim Environmental Scanning werden Informationen über das Umfeld eines Unternehmens systematisch gesammelt, aufbereitet und auf ihre Relevanz hin analysiert. Das Scanning kann sich auf bestimmte Felder konzentrieren, etwa auf das makroökonomische Umfeld, bestimmte Märkte, auf den Wettbewerb oder auf Kundenanalyse. Environmental Scanning im Hinblick auf Zukunftsannahmen im Umfeld eines Unternehmens, insbesondere bezüglich relevanter Zukunftsfaktoren, ist ein wichtiger Bestandteil des Zukunftsmanagements und kommt in den Prozessschritten des Eltviller Modells als Zukunftsradar vor der Annahmenanalyse zum Einsatz.

Eventualität

Eine Eventualität ist ein Denkobjekt der blauen Zukunftsbrille im Eltviller Modell des Zukunftsmanagements. Es handelt sich um eine Zukunftsannahme, die eine mittlere Erwartungswahrscheinlichkeit ausdrückt. Eintritt oder Nichteintritt der Eventualität werden als gleich wahrscheinlich angenommen. Eine Zukunftsstrategie sollte beide Fälle berücksichtigen.

Eventualstrategie

Mögliche Maßnahme, die im Falle des Eintretens von Überraschungen (unerwartete Ereignisse und Entwicklungen) und wesentlichen Änderungen in den Zukunftsannahmen durchgeführt werden kann.


Beispiel:

  • Für den Fall, dass eine subsituierende Technologie in den Markt eintritt, wechseln wir auf Technologie X.


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Experten-System

Experten-Systeme bilden die Entscheidungen von Experten anhand spezieller Beurteilungsmodelle nach, indem entsprechend vorgegebener Regeln und der eingegebenen Daten Empfehlungen oder Einschätzungen abgegeben werden. Als Methode der Zukunftsforschung eignet sich das Verfahren besonders zur Entwicklung von Prognosen.