Gedanken zum Zukunftsmanagement
Martin Ruesch, Vorstand der FutureManagementGroup AG, kommentiert Aphorismen
"Mit einem Brunnenfrosch kann man nicht über das weite Meer sprechen."
Zhuangzi (Taoistischer Philosoph und Schriftsteller)
Anders formuliert: "Wer sich nicht aus seiner vertrauten Umgebung heraus traut, dem kann man auch nichts über schöne andere Gegenden erzählen". Das kann man auf Manager übertragen. Ein Manager, der sich nicht mit Zukunftsmärkten befasst, ist ein Brunnenfrosch. Ein Brunnenfrosch bleibt in seinem Brunnen, ein an Zukunftsmärkten desinteressierter Manager bleibt in seinem Markt. Natürlich sind auch die heute bestehenden Märkte (in begrenztem Umfang) Zukunftsmärkte; sie verschwinden selten vollständig. Dem Brunnenfrosch wird also wohl sein Brunnen erhalten bleiben. Aber reicht das? Sollte er sich nicht unbedingt auch mit dem weiten Meer der Zukunftsmärkte befassen?
Die Analogie ist deshalb so treffend, weil es bei der Ausrichtung auf Zukunftsmärkte darum geht, Grenzen zu überwinden, insbesondere Denk-Grenzen. Wenn ein Zukunftsmarkt einfach ein "Produkt (oder eine Dienstleistung) ist, für das in der Zukunft Leute bereit sind, Geld auszugeben", dann wird sofort deutlich, dass es tausende solcher Märkte gibt und geben wird. Die Kunst besteht darin, diese zunächst zu erkennen, dann zu erforschen und ggf. zu erobern. Wer aber nicht über seinen derzeitigen Brunnenrand hinausschaut wird, eben auch mit untergehen, wenn der Brunnen versiegt oder zugeschüttet wird. Vor dem Finden neuer, eigener Zukunftsmärkte muss also die Erkenntnis stehen, dass man bereit sein muss, seinen Brunnen zumindest zeitweise zu verlassen. Nur wer gedanklich bereit ist, seinen Brunnen zu verlassen, wird Zukunftsmärkte finden. Wie finden Sie Ihre Zukunftsmärkte?
Trauen Sie sich gedanklich hinaus aufs weite Meer der Zukunftsmärkte!?
Wir helfen gerne beim Navigieren!