Archiv 2010

Hybrid-Harvester: Strom aus Licht und Wärme

Fujitsu hat ein Energy-Harvesting-Gerät entwickelt, das Energie aus zwei unterschiedlichen Quellen gewinnen kann: Licht und Wärme. Das Gerät besteht aus einem flexiblen Substrat, auf dem ein N-Typ- und ein P-Typ-Halbleiter angebracht sind. Verwendet werden organische Materialien, die äußerst geringe Herstellungskosten ermöglichen. Die Technologie soll in Zukunft vor allem im Bereich Sensorik eingesetzt werden.

 

Fujitsu Develops Hybrid Energy Harvesting Device for Generating Electricity from Heat and Light

E-Mobilie: Plusenergiehaus versorgt Haushalt und Elektrofahrzeuge mit Strom

Mobilität und (Wohn-)Gebäude wachsen in Zukunft immer mehr zusammen. Forscher der Universität Stuttgart haben in Kooperation mit dem Fraunhofer IAO ein Konzept für ein innovatives Wohngebäude vorgestellt: Die "E-Mobilie" erzeugt über den Eigenbedarf hinaus Strom zum Betrieb von zwei Elektrofahrzeugen. Die gebrauchten Fahrzeugbatterien wiederum werden in einem zweiten Nutzungszyklus zum Stromspeicher für das Gebäude.

 

Weitere Informationen erhalten Sie beim Fraunhofer IAO

Durchbruch moderner Luftschiffe im Rüstungsgeschäft

Die britische Hybrid Air Vehicles Ltd. hat mit "Skycat" ein Luftschiff mit revolutionärer Landetechnik entwickelt. Aufgrund der vom Hovercaft übernommenen Luftkissentechnik kann es, anders als herkömmliche Luftschiffe, überall niedergehen, sogar auf Wasser. Dadurch kann auf eine aufwendige Infrastruktur am Boden verzichtet werden. Die Betriebskosten sind deutlich niedriger. Die High-Tech-Luftschiffe sollen u.a. für militärische Zwecke eingesetzt werden. Die US-Army hat bereits drei der Luftschiffe für den Einsatz in Afghanistan geordert.

 

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website des Unternehmens

Der Markt für Desktop-Virtualisierung wächst 2011 um 13 Prozent

Zu diesem Ergebnis kommt eine vom BITKOM-Arbeitskreis "Thin Clients und Server Based Computing" in Auftrag gegebene Studie. Desktop-Virtualisierung gilt als perfekte Ergänzung des Megatrends Cloud Computing. Schlanke, energiesparende Rechner beziehen die komplette Arbeitsumgebung (inklusive Betriebssystem) von einem Zentralrechner. Mitarbeiter können so ortsunabhängig auf ihre Daten und Anwendungen zugreifen. Zu den weiteren Vorteilen gehören die einfachere Administration und höhere Sicherheit sowie die Aspekte Ressourcenoptimierung, Kostensenkung und Umweltschutz.

 

Weitere Informationen erhalten Sie auf der BITKOM-Website

Im Internet entsteht eine neue Dienstleistungswirtschaft

Mit Technologien wie Cloud Computing, Webservices und Servcie-orientierte Architekturen (SOA) weitet sich das Spektrum an Dienstleistungen, die über das Internet angeboten oder genutzt werden können, massiv aus. Der Markt für Public Cloud Computing wird in Deutschland von heute 700 Millionen Euro auf mehr als 20 Milliarden Euro in 2025 wachsen.

 

Welche Möglichkeiten das "Internet der Dienste" Unternehmen eröffnet, lesen Sie in der Studie: Berlecon Research et al. (2010): Das wirtschaftliche Potenzial des Internet der Dienste, Berlin

Virtuelle Messe

Die VIP Art Fair 2011 ist die erste ausschließlich online laufende Kunstmesse der Welt. Da das Versichern und Verschicken der Gemälde entfällt, können Veranstalter, Händler und Galerien erhebliche Kosten sparen. Gleichzeitig garantiert die virtuelle Messe die Sicherheit der Kunstwerke: Zoomen ist erlaubt, Beschädigung und Diebstahl sind unmöglich. Ein Besuch der Internet-Messe ist kostenlos. Interessierte können für einen Ticketpreis von 100 US-Dollar Kontakt mit den Händlern aufnehmen.

 

Schneider, Konstantin (2010): Es musste einfach so kommen

Weitere Informationen zur VIP Art Fair 2011

2015: Der Umsatz mit E-Books im Bereich Belletristik erreicht in Deutschland 350 Millionen Euro

Dies entspricht einem Marktanteil von 6,3 Prozent. 2010 wird der Umsatz mit digitalen Titeln nach Schätzungen bei gerade einmal 20 Millionen Euro liegen. Deutschland hinkt im internationalen Vergleich bei der Entwicklung noch hinterher. Dennoch werden sich E-Books auch in Deutschland durchsetzen, wenn auch langsamer als in den USA oder Großbritannien.

 

PricewaterhouseCoopers (2010): E-Books: Auf leisen Sohlen zum Bestseller

Kurzfilm "Living with Robots"

Honda hat 2010 auf dem Sundance Film Festival den Kurzfilm "Living with Robots" vorgestellt, mit dem das Unternehmen einen faszinierenden Einblick in den Forschungs- und Entwicklungsstand im Bereich Robotik bietet.

2017: Der Weltmarkt für "persönliche Roboter" erreicht ein Volumen von 19 Milliarden Euro

Für Wachstum werden vor allem die Bereiche Telepresence und Security sorgen. Roboter werden zunehmend mit hochwertigen Kameras und Mikrophonen ausgestattet sein, die neue Formen der Interaktion, auch über weite Distanzen ermöglichen.

 

ABI Research (2010): Personal Robotics Market to Top $19 Billion in 2017

OASIS: Virtualisierung im Kinderzimmer

Intel hat mit OASIS (Object-Aware Situated Interactive System) ein Kamera- und Projektionssystem entwickelt, das eine Interaktion zwischen realem Spielzeug und virtueller Spieloberfläche ermöglicht.

Intelligenter Bus: Wegweisendes Lichtsystem verhindert verstopfte Fahrzeugtüren

Daimler hat den Prototyp eines Busses vorgestellt, bei dem ein Licht-Leitsystem lange Schlangen beim Einsteigen verhindern soll. Spezielle Lichtelemente an den Türen weisen dem Fahrgast bereits beim Heranfahren an die Haltestelle den Weg. Im Inneren des Busses zeigen Deckenleuchten freie Sitzplätze an.

 

Weitere Informationen zu dem Konzept erhalten Sie auf der Website von Daimler

Biometrie: Identifikation per Augenbewegung

Das israelische Unternehmen ID-U Biometrics hat ein biometrisches System entwickelt, das es ermöglicht, Personen anhand der Bewegungsmuster ihrer Augen zu identifizieren. Diese sind bei jedem Menschen einzigartig und lassen sich, anders als ein Fingerabdruck, nicht fälschen. Der Nutzer beobachtet eine animierte Grafik. Eine Kamera zeichnet die Augenbewegungen auf und gleicht sie mit einem zuvor hinterlegten Bewegungsmuster ab. Mögliche Einsatzfelder sind Bankautomaten, Bezahlsysteme, die physische Zugangskontrolle, die Online-Authentifizierung sowie der gesamte Bereich Identity und Access Management.

 

Weitere Informationen erhalten Sie bei ID-U Biometrics

Megacity Vehicle von BMW kommt 2013 auf den Markt

Das Megacity Vehicle (MVC) wird das erste Serienfahrzeug des Unternehmens mit emissionsfreiem Elektroantrieb sein. Durch den Einsatz kohlenstofffaserverstärkter Kunststoffe (CFK) soll das Mehrgewicht von 250 bis 350 Kilogramm durch den schweren Batteriespeicher kompensiert werden. Das Magacity Vehicle wird geschätzte 20.000 Euro kosten.

 

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website von BMW

Display-Innovationen

In Zukunft sind Displays allgegenwärtig. Sehen Sie das beeindruckende Video von Samsung zum breiten Anwendungsspektrum neuer Display-Technologien.

Studie: Wie zukunftsfähig ist Deutschland?

In der Rangliste der führenden Länder in Spitzentechnologiefeldern wie Pharma- und Biotechnologie, Nanotechnik, Luft- und Raumfahrttechnik oder Informationstechnik nimmt Deutschland nach den USA und Japan weltweit den dritten Platz ein. Unternehmen rekrutieren aus diesem Grund weltweit verstärkt deutsche Top-Fachkräfte. Umgekehrt werben deutsche Unternehmen kaum ausländische Fachkräfte an. Mittelfristig droht ein Knowhow-Verlust und eine geringere Wettbewerbsfähigkeit des Hightech-Standortes Deutschland.

 

Die Studie "Technologie, Talente, Toleranz - Wie zukunftsfähig ist Deutschland" kann auf der Website von Ernst & Young kostenlos heruntergeladen werden

Urbee: Das Öko-Auto aus dem 3D-Drucker

"Urbee" ist das erste grüne Auto in der Entwicklung, dessen Gehäuse komplett im 3D-Druckverfahren hergestellt wird. Der Hybrid kann wahlweise mit Benzin oder Ethanol betrieben werden und verfügt zusätzlich über einen Elektroantrieb. Die Batterien lassen sich über eine haushaltsübliche Steckdose oder mit Ökostrom aus Wind- und Sonnenenergie vom Garagendach aufladen.

 

Weitere Informationen zu "Urbee" von Kor Ecologic erhalten Sie auf der Projekt-Website

2015: Die erste kommerzielle Weltraumstation empfängt Touristen

Das russische Unternehmen Orbital Technologies plant den Bau und die Unterhaltung einer Raumstation für Touristen. Ab 2015 soll die CSS (Commercial Space Station) bis zu sieben Personen Platz bieten. Auch Forschungseinrichtungen steht die Plattform offen. Ein universelles Kopplungssystem soll gewährleisten, dass unterschiedliche Raumtransportsysteme an die Station andocken können.

 

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website von Orbital Technologies

Urbane Mobilität: car2gether

Nach dem Carsharing-Konzept "car2go" startet Daimler in Ulm ein neues Pilotprojekt. Die Internet-Plattform "car2gether" soll von unterwegs die unkomplizierte Vermittlung einer Mitfahrgelegenheit per Smartphone ermöglichen. Die Anmeldung für den Dienst ist kostenlos. Angebote und Gesuche erscheinen in Form eines laufend aktualisierten Live-Tickers. Bezahlt wird nach Fahrzeit. Der empfohlene Preis liegt bei 9,5 Cent pro Minute. Der Bezahlvorgang soll automatisiert und bargeldlos erfolgen.

 

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website der Daimler AG

Wenn das Öl knapp wird: Studie der Bundeswehr warnt vor Ressourcen-Konflikten

Das Dezernat Zukunftsanalyse des Zentrums für Transformation der Bundeswehr hat die sicherheitspolitischen Implikationen des Peak-Oil-Problems analysiert und warnt vor Verschiebungen im globalen Machtgleichgewicht, Versorgungsengpässen und Ressourcen-Konflikten. Die Politik werde sich in Zukunft verstärkt dem Primat der Versorgungssicherheit unterordnen, nicht selten zuungunsten einer werteorientierten Außenpolitik.

 

Zentrum für Transformation der Bundeswehr (2010): Peak Oil. Sicherheitspolitische Implikationen knapper Ressourcen, Strausberg

Neues Straßen-Konzept "Solar Roadways"

Das US-Unternehmen Solar Roadways hat ein Straßen-Konzept entwickelt, das vorsieht, herkömmlichen Asphalt in Zukunft durch aneinandergereihte Solar-Module zu ersetzen. Die Solarzellen generieren tagsüber Strom, der beispielsweise ins Netz eingespeist wird oder LEDs mit Strom versorgt, die Mittel - und Seitenstreifen markieren und nachts für mehr Sicherheit sorgen. Integrierte Heizelemente sollen die Straße zudem von Schnee und Glatteis befreien.

 

Mehr Informationen erhalten Sie auf der Website des Unternehmens

Militär-Roboter BigDog meistert auch unwegsames Gelände

Militär-Roboter sind unabhängige oder ferngesteuerte Geräte, die für militärische Anwendungen konstruiert werden. Der vierbeinige Lauf- und Last-Roboter BigDog wurde von Boston Dynamics im Auftrag der DARPA entwickelt. Ab 2012 soll das  sensor- und GPS-gesteuerte System einsatzfähig sein.

Elektromobil versorgt sich drahtlos mit Energie

Der an der Hochschule Karlsruhe entwickelte E-Quickie bezieht seinen Strom nicht aus mitgeführten Akkus, sonder drahtlos per Induktion aus in die Fahrbahn eingelegten Leiterbahnen. Das Fahrzeug besteht aus Hightech-Materialien und wiegt gerade einmal 60 Kilogramm. Der E-Quickie erreicht eine Geschwindigkeit von 50 km/h.

 

Hochschule Karlsruhe (2010): Studierende der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft konstruieren Elektromobil mit drahtloser Energieübertragung

3D-Brillen für das Handy werden für Wachstum in der Telekommunikationsbranche sorgen

Die Video-Brillen sollen vor allem das Geschäft mit Mobile TV und Handy-Spielen ankurbeln. Auch Business-Lösungen, etwa virtuelle Telefonkonferenzen per 3D-Brille und Mobiltelefon, eröffnen neue Geschäftsfelder. Bis 2015 werden 3D-Dienste Marktstandard sein.

 

Das Bild zeigt die 3D-Video-Brille cinemizer plus von Carl Zeiss.

 

Steria Mummert Consulting (2010): Telekommunikationsbranche wächst dreidimensional

Ökologische Nachhaltigkeit: Brücken als Öko-Städte

Der Weg ist das Ziel: Die von dem in Seoul ansässigen Architekturbüro "Planning Korea" entworfene Paik Nam June Media Bridge soll über mehrere Stockwerke verfügen, auf denen Meeting-Räume, ein Einkaufszentrum, ein Museum, eine Bibliothek und ein öffentlicher Park untergebracht sind. Photovoltaikmodule auf dem Dach der 1080 Meter langen Brücke stellen die Energieversorgung sicher.

 

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website von Planning Korea

TV-Markt: Die Wertschöpfung wird sich von der klassischen TV-Werbung hin zu kostenpflichtigen Inhalten und Dienstleistungen verlagern

Während der klassische deutsche TV-Werbemarkt in den nächsten Jahren weitgehend stagniert, gewinnen kostenpflichtige Angebote und E-Commerce an Bedeutung. Ein Drittel der Umsätze des gesamten TV-Marktes wird 2015 von Wettbewerbern aus dem New-Media-Bereich erwirtschaftet werden, darunter auch große Player wie Google und Apple. Getrieben wird diese Entwicklung durch die zunehmende Konvergenz der Medien- und Kommunikationsangebote sowie die veränderten Nutzungsgewohnheiten der Zuschauer.

 

Booz & Company (2010): TV-Markt 2015: Wachstum nur außerhalb des Kerngeschäfts

Display-Innovationen: Skibrille mit Head Mounted Display

Recon Instruments hat eine Skibrille mit integriertem Display entwickelt, die den Fahrer durch die Anzeige verschiedener Informationen unterstützt: Zeit, Temperatur, Geschwindigkeit, vertikale Distanz und die Entfernung zum Zielort sind nur einige der Informationen, die dem Fahrer in Echtzeit zur Verfügung stehen. Das Herzstück der Brille ist ein GPS-Sensor, der die Daten an das Display liefert.

Neue Mobilitätsdienstleistungen: Segway-Touren

Promotion Alarm, offizieller Partner von Segway Deutschland, vermietet in Mainz Segways und bietet Citytouren für Privatkunden an. Firmenkunden können die modernen Fortbewegungsmittel für Werbezwecke, etwa für Messen oder Kunden- und Mitarbeiterevents, mieten. Auf Wunsch stehen die Segways auch mit Promoter zur Verfügung.

 

Weitere Informationen erhalten Sie bei Promotion Alarm

Zukunftsmarkt 3D-Druck: Fahrzeug aus dem Drucker

Die Fakultät Gestaltung der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim (HAWK) hat das weltweit erste Fahrzeug entwickelt, das sich in einem Stück in 3D ausdrucken lässt. Angetrieben wird das neun Kilogramm schwere und 37,5 MB große Fahrzeug von einem Akkuschrauber. Druckzeit: 10 Tage.

 

HAWK (2010): Ein Fahrzeug, das aus dem Drucker kommt und von einem Akkuschrauber angetrieben wird

2013 werden mehr Tablets als Desktop-PCs verkauft werden

Nach einer Studie von Forrester Research wird der Absatz von Tablet-PCs in den nächsten Jahren rasant wachsen. Bereits 2013 werden in den USA mehr Tablets als Desktop-PCs verkauft werden. Lag der Anteil von Desktop-PCs an allen auf dem US-Markt verkauften PCs 2009 noch bei 38 Prozent, werden es 2013 nur noch 18 Prozent sein. Im gleichen Zeitraum wird der Anteil der Tablets von fast null auf 21 Prozent steigen.

 

Forrester Research (2010): The US Consumer PC Market In 2015

2030: Die Marktkapitalisierung der Schwellenländer wird die der entwickelten Länder übersteigen

Die Volkswirtschaften der Schwellenländer werden in den nächsten zwanzig Jahren um durchschnittlich 6,7 Prozent pro Jahr wachsen, die der entwickelten Länder dagegen nur um 1,8 Prozent. Der Börsenwert der Schwellenländer wird von 14 Billionen US-Dollar in 2010 auf 80 Billionen US-Dollar in 2030 steigen und dann 55 Prozent der weltweiten Marktkapitalisierung ausmachen.

 

Goldman Sachs (2010): EM Equity in Two Decades: A Changing Landscape

Studie: Eine Laufzeitverlängerung für die deutschen Kernkraftwerke würde den Ausbau regenerativer Energien bremsen

Durch eine Laufzeitverlängerung würden massive ökonomische Anreize für die deutschen Kernkraftwerksbetreiber geschaffen, den Ausbau der regenerativen Energien zu behindern. Die AKWs sind nicht flexibel genug, um in Zukunft die schwankende Erzeugung von Wind- und Solarenergie auszugleichen. Immer häufigere Abschaltungen würden zu Milliardenverlusten führen. Darüber hinaus würde eine Laufzeitverlängerung die Investitionsbereitschaft im Bereich der regenerativen Energien und im Bereich des Ausbaus von Speichertechnologien drosseln. Tatsächlich wird allein die Rücksichtnahme auf noch im Betrieb befindliche konventionelle Kraftwerke verhindern, dass bereits im Jahr 2030 eine vollständig regenerative Stromerzeugung in Deutschland erreicht wird.

 

Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie "2050. Die Zukunft der Energie" der Universität Flensburg.

Haptische Technologien: Virtuelle Objekte zum Anfassen

Anwendungen aus dem Bereich Virtual und Augmented Reality werden durch den Einsatz haptischer Technologien in Zukunft noch realistischer wirken. Wissenschaftler am Computer Vision Laboratory der ETH Zürich haben ein System entwickelt, mit dem reale Objekte in 3D eingescannt, über das Internet verschickt und am Zielort nicht nur mit einer AR-Brille betrachtet, sondern auch über ein haptisches Interface berührt werden können.

 

Mehr Informationen, Bilder und spannende Videos zu dem Thema erhalten Sie auf der Website der ETH

Schifffahrtsszenarien 2030

Der finnische Schiffsantriebhersteller Wärtsilä gibt in drei Szenarien einen spannenden Ausblick auf die Zukunft der Schifffahrt. Im "Yellow River"-Szenario hat China seine Handelsflotte rasant ausgebaut und dominiert die Schifffahrt. Das "Rough Seas"-Szenario setzt sich mit dem Thema Rohstoffknappheit auseinander. Und das Szenario "Open Oceans" beschreibt die Chancen einer nachhaltigen Meereswirtschaft.

 

Hier können Sie die unterschiedlichen Szenarien interaktiv erkunden

Electrolux Design Lab: Haushaltsgeräte im Jahr 2050

Wie bewahren wir in Zukunft Lebensmittel auf und wie bereiten wir sie zu? Wie waschen wir ab und wie reinigen wir unsere Kleider? Antworten auf diese Fragen geben die visionären Konzepte der acht Finalisten des diesjährigen Electrolux Design Lab Wettbewerbs. Die "Lösungen für das Leben in der Zukunft" zeigen vor allem, wie Energie und enger Wohnraum effizient genutzt werden können.

Tissue Engineering: Forscher züchten künstliche Lunge aus organischem Material

Forschern vom Massachusetts General Hospital in Boston ist es erstmals gelungen, eine bioartifizielle Rattenlunge zu züchten. Bei dem Verfahren, der sogennanten Dezellularisierung, werden zunächst sämtliche Zellen mit einer Waschlösung aus dem Spenderorgan entfernt. Übrig bleibt eine Matrix aus Proteinen und Kohlenhydraten, die anschließend mit neuen Zellen besiedelt wird. Im Idealfall entsteht so ein neues funktionstüchtiges Organ.

 

Ott, Harald C. et al. (2010): Regeneration and orthotopic transplantation of a bioartificial lung

3D-Druck on-demand

Der französische Rapid-Prototyping-Dienstleister Sculpteo ermöglicht es seinen Kunden, selbst designte Objekte über seine Internet-Plattform ausdrucken zu lassen. Der Nutzer muss nur eine 3D-Grafik seines Entwurfes hochladen und sich für Material, Größe und Farbe entscheiden. Das fertige Objekt wird europaweit zugeschickt.

 

Weitere Informationen finden Sie bei Sculpteo

Mikrosensorsystem überwacht Gesundheitszustand von Fischen

Bei dem vom Fraunhofer IZM entwickelten FischFit-Monitor handelt es sich um ein Mikrosensorsystem mit drahtloser Datenkommunikation, das unter die Haut der Fische implantiert wird und Vitalfunktionen wie den Hautwiderstand, die Herz- und Atemfrequenz, die Körpertemperatur, die Muskelaktivität und das Schwimmverhalten überwacht. Verhaltensauffälligkeiten und Krankheiten können so wesentlich schneller erkannt werden. Die Aquakultur ist mit einem jährlichen Wachstum von neun Prozent der weltweit am stärksten wachsende Lebensmittelbereich.

 

Fraunhofer IZM (2010): Gesundheitscheck für Fische

Energy-Harvesting: E-rope lädt leere Akkus wieder auf

Das von dem Produktdesigner Kyung Guk Lee entwickelte Springseil soll nicht nur fit halten, sondern gleichzeitig Akkus im AA-Format wieder aufladen. Die Akkus werden dazu in die Griffe des e-rope geschoben. 20 Minuten Hüpfen reichen für einen kompletten Ladevorgang aus. Bislang handelt es sich nur um ein Konzept, doch es wird deutlich, wie vielfältig die Anwendungsmöglichkeiten von Energy Harvesting sind.

 

Weitere Informationen zu dem Konzept erhalten Sie bei Yanko Design

Der Markt für kabellose Ladegeräte wird in den nächsten Jahren kräftig wachsen

Die drahtlose Energieübertragung ist ein Zukunftsmarkt. Die Zahl der akkubetriebenen Geräte, die sich kabellos wieder aufladen lassen, wird in den nächsten Jahren sprunghaft ansteigen. iSuppli prognostiziert ein weltweites Wachstum von 3,6 Millionen verkauften Ladesystemen in 2010 auf 234,9 Millionen verkaufte Ladesysteme in 2014. Das derzeit am meisten verbreitete Verfahren ist die magnetische Induktion.

 

iSuppli (2010): Wireless Charging Market Set to Expand by Factor of Nearly 70 by 2014

Solar Thermal Electricity 2025

Solarthermischer Strom wird innerhalb der nächsten zehn Jahre wettbwerbsfähig. Bis 2025 könnten weltweit bis zu 100 Gigawatt thermische Solarleistung installiert werden. Die Erzeugungskosten werden bis dahin um bis zu 50 Prozent sinken. Durch das Wachstum der Branche werden weltweit 130.000 neue Arbeitsplätze entstehen, 45.000 davon langfristig. Dies sind die zentralen Ergebnisse der Studie "Solar Thermal Electricity 2025" von A.T. Kearney und Estela.

 

Die Studie kann auf der Website von A.T. Kearney kostenlos heruntergeladen werden

Augmented Reality: Mit LuminAR wird der Schreibtisch zur interaktiven Oberfläche

LuminAR ist ein Projekt des MIT Media Lab. Die "Desktop-Lampe" kombiniert Robotik, Augmented Reality und Gestenerkennung zu einem innovativen Interface. Reale Objekte und digitale Informationen verschmelzen. Die Welt wird klickbar. Die virtuellen Oberflächen werden in Zukunft neue Formen der Zusammenarbeit ermöglichen – und das an jedem Ort. LuminAR lässt sich in jede Lampenfassung schrauben.

Technology Roadmap: Nuclear Energy

Der Kampf gegen den Klimawandel könnte der Atomkraft in den nächsten Jahrzehnten zu einer Renaissance verhelfen. Ein Viertel des globalen Strombedarfs ließe sich im Jahr 2050 mit Atomenergie decken. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der International Energy Agency. Voraussetzung ist, dass die weltweit installierte Leistung der AKWs von derzeit 370 Gigawatt auf 1200 Gigawatt mehr als verdreifacht wird - ein ehrgeiziges, nach Einschätzung der Autoren aber erreichbares Ziel.

 

Die Studie kann auf der Website der IEA kostenlos heruntergeladen werden

2026: Mit Solarenergie lässt sich der komplette globale Energiebedarf decken

Auf dem 4. Dresdner Zukunftsforum am 10. Juni prognostizierte der Futurologe Ray Kurzweil, dass sich die weltweit mit Solarenergie erzeugte Kapazität, ähnlich wie beim Mooreschen Gesetz, alle zwei Jahre verdoppeln wird. Macht der Anteil der Solarenergie am weltweiten Energiebedarf heute gerade einmal ein Prozent aus, könnte nach acht Verdoppelungszyklen im Jahr 2026 der gesamte Weltenergiebedarf durch Solarenergie gedeckt werden.

 

Weitere Informationen zum 4. Dresdner Zukunftsforum

EADS lässt auf der ILA Flugzeug mit Algentreibstoff fliegen

EADS hat auf der ILA 2010 in Berlin erstmals ein Flugzeug vorgestellt, das mit reinem Biotreibstoff aus Algen fliegt. Gegenüber konventionellem Jet-A1-Treibstoff konnte durch den höheren Energiegehalt des Algensprits der Verbrauch um 1,5 Liter pro Stunde gesenkt werden. Algen gelten als zukunftsträchtiger Rohstoff für Biotreibstoffe. Noch ist die Herstellung zwar teurer als die Förderung von Erdöl, der Demonstrationsflug stellt aber einen neuen Meilenstein auf dem Weg hin zum klimaneutralen Fliegen dar.

 

EADS (2010): Weltpremiere: EADS lässt auf der ILA Flugzeug mit reinem Biotreibstoff aus Algen fliegen

Künstliches Leben? Erste Bakterienzelle mit komplett synthetisiertem Genom

Der Biochemiker Craig Venter hat das erste Bakterium vorgestellt, das komplett mithilfe von künstlich gebasteltem Erbgut entstanden ist. Die Erbinformationen wurden zunächst am Computer generiert, dann synthetisiert und das künstliche Genom anschließend in eine Mycoplasma capricolum-Zellhülle eingesetzt. Der neu kreierte Organismus war in der Lage, sich zu reproduzieren. In Zukunft könnten solche Designer-Mikroben beispielsweise Gewässer reinigen, Kohlenwasserstoffe für die Ölindustrie produzieren oder die Impfstoffproduktion beschleunigen. Langfristig sind Kunstorganismen mit völlig neuen Eigenschaften denkbar.

 

Stockrahm, Sven (2010): Ein erster Hauch künstlichen Lebens

Rolltop: Zusammenrollbares Notebook

Die Design-Studie Rolltop von Orkin Design zeigt ein Notebook mit OLED-Display und Touchscreen, das sich einfach zusammenrollen lässt. Zusatzgeräte wie Maus, Tastatur und Netzteil sind ebenfalls integriert. Rolltop bietet ein hohes Maß an Mobilität und Flexibilität und soll vor allem kreative und innovationsorientierte Leute ansprechen.

 

Weitere Infos bei Orkin Design

U.S. Air Force testet erfolgreich Hyperschallgeschoss X-51A Waverider

Am 26.05.2010 hat die U.S. Air Force erstmals einen Hyperschall-Flugkörper erfolgreich getestet. Nachdem ein B52-Bomber das Geschoss in die Luft gebracht und ausgeklinkt hatte, beschleunigten zunächst eine Feststoffrakete und dann der Scramjet-Antrieb "Waverider" für 200 Sekunden auf mehr als die fünffache Schallgeschwindigkeit.

 

U.S. Air Force (2010): X-51 Waverider makes historic hypersonic flight

Der deutsche Markt für Sicherheitstechnologien und -dienstleistungen wird bis 2015 um 50 Prozent wachsen

Der deutsche Markt für Sicherheitstechnologien und -dienstleistungen wird von 20 Milliarden Euro in 2008 auf 31 Milliarden Euro in 2015 wachsen. Wachstumstreiber sind die Segmente IT-Sicherheit, Identifikations- und Authentifizierungs-Technologien sowie Technologien und Dienstleistungen zum Schutz vor Diebstahl, Einbrüchen und Überfällen.

 

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (2010): Marktpotenzial von Sicherheitstechnologien und Sicherheitsdienstleistungen, Berlin

Bionische Beschichtungen werden helfen, den Kraftstoffverbrauch von Schiffen zu senken

Bei Containerschiffen geht mehr als die Hälfte der Antriebsenergie durch Reibung verloren. Forscher der Universitäten Bonn, Karlsruhe und Rostock schätzen, dass sich dieser Verlust mit einer superhydrophoben Beschichtung um bis zu zehn Prozent reduzieren ließe. Inspirieren ließen sich die Wissenschaftler von dem extrem wasserscheuen Schwimmfarn Salvinia molesta, der sich unter Wasser in ein hauchdünnes Kleid aus Luft hüllt. Der Salvinia-Effekt gilt als eine der wichtigsten neuen Erkenntnisse in der Bionik.

 

Universität Bonn (2010): Bionische Beschichtung hilft Schiffen, Sprit zu sparen

Zum E-Auto gibt es keine Alternative

Die aktuelle Studie der Unternehmensberatung Bain & Company zeigt, dass es bereits heute weltweit ein Marktpotenzial von 350.000 Elektroautos im Jahr gibt. In sieben Thesen beleuchten die Autoren der Studie die Herausforderungen, vor denen die Automobilindustrie heute steht, und die Marktchancen im Bereich Elektromobilität bis zum Jahr 2020.

 

Die Studie kann über die Website des Unternehmens heruntergeladen werden.

 

2016: 1,1 Millionen Deutsche nutzen Car-Sharing-Fahrzeuge

270 deutsche Städte bieten derzeit die Möglichkeit zum Car-Sharing. 165.000 Mitglieder nutzen rund 4.700 Fahrzeuge. Damit ist Deutschland der größte Car-Sharing-Markt Europas. Bis 2016 wird sich die Zahl der Fahrzeuge auf 19.000, die der Nutzer auf 1,1 Millionen erhöhen.

 

Frost & Sullivan (2010): Car-Sharing - der Weg in eine grünere Zukunft

Mini-Gezeitenkraftwerke produzieren Strom

Das schwedische Unternehmen Minesto hat eine neue Art von Gezeitenkraftwerk entwickelt. Deep Green gleicht einem Lenkdrachen und besteht aus einem Flügel, einer Turbine und einem Ruder. Das Mini-Gezeitenkraftwerk, das über ein 100 Meter langes Seil mit dem Meeresboden verbunden ist, nutzt den Tidenhub, um elektrischen Strom zu produzieren. Der Vorteil von Deep Green liegt in der einfacheren Installation und dem geringeren Gewicht gegenüber anderen Unterwasserkraftwerken. Erste Tests sollen 2011 vor der irischen Küste stattfinden.

 

Weitere Infos bei Minesto

Die Nachfrage nach industriellen Gummiprodukten wächst bis 2013 um 4,5 Prozent pro Jahr

Das weltweite Marktvolumen für industrielle Gummiprodukte wird nach der Freedonia-Studie "World Industrial Rubber Products" im Jahr 2013 bei rund 97,8 Milliarden US-Dollar liegen. China, das kürzlich die USA als größten nationalen Markt überholt hat, ist für 40 Prozent des Wachstums verantwortlich. Für Indien werden ebenfalls hohe Zuwachsraten erwartet.

 

Freedonia (2010): World Industrial Rubber Products, Cleveland

Integration schafft Wachstum

Eine bessere Integration von Migranten könnte dem deutschen Staat bis 2050 zusätzliche Einnahmen in Höhe von 164 Milliarden Euro verschaffen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Integrationsrendite - Volkswirtschaftliche Effekte einer besseren Integration von Migranten" des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.

 

Die Studie kann über die Website des Instituts heruntergeladen werden.

Der Markt für Verkehrstelematik-Systeme in Westeuropa wird kräftig wachsen

Mit einer jährlichen Wachstumsrate von 22,5 Prozent wird sich der Markt für Verkehrstelematik in Westeuropa von 4,9 Millionen verkauften Systemen in 2008 auf 24,8 Millionen verkaufte Systeme in 2016 verfünffachen.

 

iSuppli (2009): Western European Car Telematics Market Booms

Kosteneinsparungen durch Cloud Computing ermöglichen höhere Investitionen in Innovationen

Durch die Nutzung von Cloud-Computing-Services werden Unternehmen den Anteil der Ausgaben für Erhaltung und Wartung ihrer IT-Systeme deutlich senken und dadurch mehr in die Entwicklung innovativer Lösungen investieren können. Diese Investitionen werden zwischen 2010 und 2014 weltweit zu zusätzlichen Geschäftsumsätzen in Höhe von mehr als einer Billion US-Dollar führen.

 

IDC (2010): The Digital Universe Decade - Are You Ready?, Framingham

Der europäische Halal-Markt wird wachsen

Der Anteil der Muslime an der europäischen Bevölkerung wird auch in den nächsten Jahrzehnten weiter steigen. Damit werden muslimische Verbraucher zu einer immer wichtigeren Zielgruppe. Islamkonforme Lebensmittel finden sich inzwischen im Sortiment vieler Einzelhändler. Die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen für den Halal-Markt (Halal = "das Zulässige, das Erlaubte") wird in Zukunft eine wichtige Rolle sowohl für heimische als auch Exportmärkte spielen.

 

Evans, Abdulhamid (2010): Zukunftsmärkte: Ein Ausblick auf den europäischen Halal-Markt

2030: Intelligente Minimobile erobern die Städte

Der US-Autobauer General Motors hat mit dem chinesischen Hersteller SAIC eine Konzeptstudie entwickelt, wie der städtische Individualverkehr im Jahr 2030 aussehen könnte. Das EN-V (Electronic Networked Vehicle) ist ein Zweisitzer, der mit einem Elektromotor angetrieben wird. Die Fahrzeuge verfügen über verschiedene intelligente Kommunikationsmöglichkeiten: Vehicle-to-Vehicle, Vehicle-to-Infrastructure und Vehicle-to-Grid. Bei Bedarf können die Minimobile sogar selbstständig fahren. Der Fahrer muss nur den Zielort eingeben und kann sich dann entspannt zurücklehnen – oder per Bordcomputer im Internet surfen.

 

General Motors (2010): GM Unveils EN-V Concept: A Vision for Future Urban Mobility

Weltmarkt für Sporternährung wächst bis 2013 um durchschnittlich 24,1 Prozent pro Jahr

Der Weltmarkt für Sporternährung verdreifacht sich von 31,2 Milliarden US-Dollar in 2008 auf 91,8 Milliarden US-Dollar in 2013. Den größten Anteil haben die Sportgetränke. Das Segment wächst von 27,8 Milliarden US-Dollar in 2008 auf 87 Milliarden US-Dollar in 2013.

 

BCC Research (2008): Sport Nutrition and High Energy Supplement: The Global Market

Facebook wird zur Bank

Soziale Netzwerke wie Facebook sind nach Jahren der Investitionen immer noch defizitär und suchen nach Möglichkeiten, Geld zu verdienen. In Kooperation mit Facebook bietet Europas größtes Online-Bezahlsystem ClickandBuy mit der Applikation "Buxter" seit Februar 2010 die Möglichkeit, Überweisungen im Online-Netzwerk zu tätigen. Die 350 Millionen Nutzer können so weltweit untereinander Überweisungen ohne ihre Banken ausführen. Im Moment können Überweisungen bis zu einem Betrag von 50 Euro getätigt werden. In einer zweiten Ausbaustufe sollen Zahlungen bis zu 2500 Euro möglich sein.

 

Siebenharr, Hans-Peter (2010): Facebook entwickelt sich bald zur Bank, in: Handelsblatt v. 19.01.2010

Das Handy wird zur Geldbörse

Die Software "Blaze Mobile Wallet" verwandelt das iPhone in ein intelligentes Finanz-Management- und Bezahlungssystem. Der Kunde kann seinen Kontostand einsehen oder Überweisungen vornehmen. Location Based Services informieren den Handybesitzer über nahegelegene Geschäfte und Restaurants. Der Blaze™ Mobile Prepaid MasterCard® PayPass™ Sticker, der auf die Rückseite des Handys geklebt wird, ermöglicht eine einfache und schnelle Bezahlung via RFID am Point of Sale.

Water-Scraper: Der Mensch wird den Ozean als Lebens- und Arbeitswelt nutzen

Grundidee der futuristischen Vision ist es, im Wasser schwimmende Hochhäuser von der Größe einer ganzen Stadt zu bauen. Die sogenannten "Water-Scraper" versorgen sich selbst durch erneuerbare Energien (Photovoltaik, Wind- und Wasserkraft) und ermöglichen den Anbau von Nahrung sowie Nutztier- und Fischzucht. Wie bei einem Eisberg ragt nur die Spitze des Gebäudes über das Wasser. Mit Wald- und Grünflächen gleicht die Oberfläche des "Water-Scrapers" einer Insel. Unterhalb des Meeresspiegels leben und arbeiten die Bewohner.

 

Chino, Mike (2010): Underwater Skyscraper is a Self-Sufficient City at Sea

2020: 37 Millionen Deutsche nutzen IPTV-Angebote

2009 haben 15 Millionen Konsumenten in Deutschland mindestens einmal in der Woche IPTV-Angebote genutzt. Bis 2020 wird ihre Zahl auf mehr als 37 Millionen steigen. Noch lässt der wirtschaftliche Erfolg auf sich warten, doch nach einer Befragung sind mehr als 50 Prozent der Konsumenten bereit, für attraktive Inhalte zu zahlen. Steigende Nutzerzahlen und die zunehmende Zahlungsbereitschaft der Kunden bieten Anbietern die Chance, ihre Geschäftsmodelle profitabel zu entwickeln.

 

Goetzpartners Management Consultants (2010): Strategien für die Entwicklung eines rentablen IPTV-Geschäftsmodells

Virtual Reality: Das Büro der Zukunft

Der bahnbrechende Ansatz des Immersive Cocoon macht ihn zu einer idealen Plattform für eine große Anzahl von Anwendungen. Ausgerüstet ist er mit einem 360°-Bildschirm, Surround-Sound und einem 3D-Motion-Tracking-System. Der i-Cocoon bietet nicht nur innovative Entertainment-Anwendungen, sondern eignet sich auch als virtuelles Büro, das die audio-visuelle Kommunikation und Interaktion mit weit entfernten Kollegen ermöglicht. Entwickelt wurde das Konzept vom deutschen Architekt und Filmdesigner Tino Schädler in Zusammenarbeit mit John Underkoffler, der auch wissenschaftlicher Berater beim Film Minority Report war.

 

Weitere Informationen zu dem Projekt

Das Kino von morgen: Community entscheidet im Internet über das Filmprogramm

Das Kino ist ein soziales Medium. Gerade darin liegt seine Stärke gegenüber Home-Entertainment-Systemen. Social Media-Plattformen könnten diese soziale Komponente verstärken und die Kinolandschaft nachhaltig verändern: Bedarfs- statt Angebotsorientierung. Auf der Internet-Plattform "Moviac" entscheidet die Community, welchen Film sie sehen will. Wird ein gewisser Schwellenwert bei der Abstimmung erreicht, kommt eine Vorführung zustande. Moviac arbeitet in Deutschland mit 200 Partnerkinos zusammen.

 

Sand, Dennis (2010): Vom Klick zum Film

Die Investitionen im Bereich erneuerbare Energien werden sich in den nächsten Jahren deutlich erhöhen

Das Volumen der jährlichen Investitionen in den Ausbau erneuerbarer Energien wird sich bis 2020 auf 28 Milliarden Euro verdoppeln. Insgesamt werden in den nächsten zehn Jahren Investitionen in Höhe von 235 Milliarden Euro in Anlagen zur Erzeugung von Strom, Wärme und Kraftstoffen aus erneuerbaren Energien getätigt.

 

Prognos AG (2010): Investitionen durch den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland, Berlin

Daten werden in Zukunft im Internet zeitlich als "Lifestream" organisiert

Streams sind der wichtigste neue Trend im Netz. Informationen werden in Zukunft im Internet nicht räumlich/statisch, sondern zeitlich/dynamisch abgebildet werden. Sämtliche Daten (E-Mails, Chats, Dokumente, Fotos, Videos, Kalendereinträge, Telefongespräche etc.) werden als Informationsfluss organisiert und in den eigenen "Lifestream" integriert. Dieser wird in Echtzeit visualisiert und kann sowohl in die Vergangenheit zurück- als auch in die Zukunft vorgespult werden. Intelligente Software hebt dabei die Elemente hervor, die für uns besonders wichtig sind.

 

Gelernter, David (2010): Die Zukunft des Internets, in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 28.02.2010, S. 23-25

Multi Touch Floors eröffnen neue Interaktionsmöglichkeiten

Am Hasso-Plattner-Institut an der Uni Potsdam entwickeln Wissenschaftler interaktive Multi-Touch-Oberflächen für den Fußboden. "Multitoe" erkennt Personen anhand ihres Sohlenprofils, ermöglicht das Auswählen von Menüpunkten mit der Fußspitze und ein virtuelles Navigieren durch Verlagerung des Körpergewichts. Eingesetzt werden könnte die Technologie in Zukunft beispielsweise in Geschäften, im Sicherheitsbereich oder als Leitsystem auf Messen und in öffentlichen Gebäuden.

Der europäische Markt für Telemedizin wird bis 2020 um durchschnittlich zehn Prozent pro Jahr wachsen

Absolut steigt der Umsatz im Bereich Telemedizin von rund sechs Milliarden Euro in 2010 auf 19 Milliarden Euro in 2020. Durch den Einsatz telemedizinischer Systeme wird sich die Versorgung zunehmend vom stationären in den ambulanten Sektor verlagern.

 

DB Research (2010):Telemedizin verbessert Patientenversorgung, Frankfurt am Main

2013: Unternehmen setzen Apps standardmäßig ein

Eigene Apps werden für Unternehmen immer wichtiger. 2013 wird es in Deutschland eine Million Unternehmens-Apps von etwa 500.000 unterschiedlichen Firmen und Marken geben. 54 Prozent der befragten Führungskräfte deutscher Unternehmen gaben an, Apps bereits jetzt als Instrument zur Kundenansprache einzusetzen oder dies in naher Zukunft tun zu wollen.

 

RioMobile (2010): Business-Motor Internet, Hamburg

Kabelloses Ladesystem für Elektroautos

Die Firma Evatran hat ein kabelloses Ladesystem für Elektroautos entwickelt. Wie andere kabellose Systeme nutzt es das Prinzip der magnetischen Induktion. Das System besteht aus zwei Komponenten: einem Fahrzeug-Adapter und der eigentlichen Ladestation. Bis Ende 2010 soll "Plugless Power" in den USA auf den Markt kommen.

 

Honsel, Gregor (2010): Laden ohne Kabel, in: Technology Review 02/2010, S. 12

 

2020: Informationspakete werden auf iTunes-ähnlichen Plattformen verkauft

Der digitale Medienmarkt wird den Journalismus radikal verändern und ihm gleichzeitig neue Möglichkeiten eröffnen. Jahresabonnements für Großpakete sind passé. Journalisten schnüren attraktive Informationspakete, die über iTunes-ähnliche Plattformen verkauft werden. Wer Talent hat, wird selbst zum Star und entsprechend vergütet. Medienproduzenten führen absatzorientierte Lohnsysteme ein.

 

NZZ Online (2010): Journalismus im Jahr 2020

Skinput: Die Haut wird zum Touchscreen

Microsoft hat mit "Skinput" eine Eingabemethode entwickelt, bei der die Haut zum Touchscreen wird. Ein in ein Armband integrierter Mini-Beamer projiziert das Display auf die Hand oder den Unterarm. Zugleich registrieren Sensoren im Armband die Schwingungen und akustischen Signale, die durch das Tippen auf die Haut erzeugt werden. Die Berührungspunkte können dabei sehr exakt unterschieden werden. Die Trefferquote liegt bei den Prototypen bereits bei über 95 Prozent.

Altersgerechte Informationstechnik wird ein Zukunftsmarkt

Ältere Menschen sind keine Technikverweigerer. Im Gegenteil, Produkte und Services der Informations- und Kommunikationstechnologie werden im Alltag der Senioren zunehmend an Bedeutung gewinnen. Dabei sind ältere Menschen tendenziell weniger an digitalen Unterhaltungsprodukten interessiert. Sie legen vielmehr Wert auf Produkte aus den Bereichen Gesundheit, Sicherheit und Assistenz. Für Produktentwickler und Dienstleister eröffnet sich hier ein wichtiger Zukunftsmarkt, vor allem weil es sich bei den Senioren um eine Zielgruppe mit hoher Kaufkraft handelt. Eine Herausforderung ist es, altersgerechte Angebote zu entwickeln, die von den Senioren nicht als Betonung ihrer körperlichen Schwächen und Gebrechen wahrgenommen werden.

 

DB Research (2009): Nur wenig bleibt beim Alten

In 140 Tagen um die Welt - mit dem Solar-Katamaran

Am 25. Februar 2010 erlebte das größte Solarboot der Welt aus der Schiffswerft Knieriem Yachtbau in Kiel seinen Stapellauf. Der 30 Meter lange und 16 Meter breite Katamaran ist mit mehr als 500 m² Solarmodulen ausgestattet. 2011 soll das von Planet Solar entwickelte Boot mit zwei Besatzungsmitgliedern entlang der Äquatorialroute mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von acht Knoten in 140 Tagen die Welt umrunden. Der Energieverbrauch liegt im Idealfall bei 20 Kilowatt pro Stunde. Überschüssige Energie wird von den photovoltaischen Modulen gespeichert, so dass das Boot auch nachts oder bei schlechtem Wetter weiterfahren kann. Insgesamt können bis zu 200 Personen Platz an Bord finden.

 

Weitere Infos bei Planet Solar

 

Künstliches Sehen: Smartphone-App ersetzt das Auge

"Artificial Vision" ist eine von der Firma LookTel entwickelte Anwendung für Smartphones, die durch Echtzeit-Objekterkennung sehbehinderten Menschen bei der Identifizierung von Gegenständen hilft. Die mit der Kamera erfassten Objekte werden mit einer Datenbank abgeglichen und anschließend die korrekte Bezeichnung vorgelesen. Erzielt der Abgleich keinen Treffer, kann vom Nutzer ein Bild in das Archiv hochgeladen und getaggt werden. Per Live-Video und Audio-Chat kann der Nutzer zudem mit einem Freund oder Verwandten verbunden werden und so zusätzliche Hilfe erhalten.

 

LookTel (2010): What is LookTel?

2015: Weltweit werden 78 Millionen 3D-fähige Fernseher verkauft

Die Zahl der weltweit verkauften 3D-fähigen Fernseher wird von 4,2 Millionen in 2010 auf 78 Millionen in 2015 steigen. Dies entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von etwa 80 Prozent. Der Umsatz mit 3D-fähigen Fernsehern wird sich im selben Zeitraum von 7,4 auf 64,4 Milliarden US-Dollar verneunfachen.

 

iSuppli (2010): Global 3-D TV Shipments Set to Soar to 78 Million Units in 2015

Flexible Mikrofaser-Solarzellen werden zur Stromerzeugung in Kleidungsstücken eingesetzt

Forscher am California Institute of Technology haben flexible Solarzellen entwickelt, die bei gleicher Leistung nur einen Bruchteil der teuren Halbleitermaterialien benötigen wie konventionelle Solarzellen. Die Wissenschaflter verwenden für die Solarzellen eine Matrix aus langen, sehr dünnen Silizium-Drähten, die in ein Polymer-Substrat eingebettet werden. Der Silizium-Anteil am Gesamtvolumen liegt bei zwei Prozent. Die Basis, auf der die im Durchmesser nur wenige Mikrometer messenden Zellen wachsen, kann für die Herstellung von bis zu 30 weiteren Zellen verwendet werden.

 

In Zukunft könnten flexible Mikrofaser-Solarzellen beispielsweise in Kleidungsstücken zur Stromerzeugung eingesetzt werden, um elektronische Geräte wie Handys oder MP3-Player aufzuladen.

 

California Institute of Technology (2010): Caltech Researchers Create Highly Absorbing, Flexible Solar Cells with Silicon Wire Arrays

2020: Brennstoffzellen-Fahrzeuge erreichen ein weltweites Umsatzvolumen von 23,9 Milliarden US-Dollar

Brennstoffzellen-Fahrzeuge (FCV) werden ab 2014 in den meisten Regionen der Welt in den Handel kommen. Bis 2020 sollen weltweit 2,8 Millionen Fahrzeuge verkauft werden. 37 Prozent Marktanteil werden auf Europa entfallen, gefolgt von Asien/Pazifik mit 36 Prozent und Nordamerika mit 25 Prozent.

 

Pike Research (2010): Fuel Cell Vehicle Sales to Total 2.8 Million by 2020

Der Absatz von tragbaren Navigationsgeräten erreicht 2012 seinen Höhepunkt

Smartphones mit GPS-Funktion treten zunehmend in Konkurrenz zu tragbaren Navigationsgeräten und sind dafür verantwortlich, dass nach 2012 mit einem Höhepunkt von weltweit 45 Millionen verkauften Einheiten der Absatz von tragbaren Navigationsgeräten wieder zurückgehen wird.

 

iSuppli (2010): iSuppli Issues Facts on the Wireless Market for the Mobile World

 

2013: 58 Prozent aller weltweit verkauften Handys verfügen über Touch-Technologie

Der Anteil der Handys, die über Touchscreens verfügen, wird von 27,4 Prozent in 2010 auf 58 Prozent in 2013 steigen. In Nordamerika und Westeuropa werden 2013 sogar 80 Prozent aller Geräte berührungsempfindliche Bildschirme haben.

 

Gartner (2010): Gartner Says Touchscreen Mobile Device Sales Will Grow 97 Percent in 2010

Der Markt für Augmented Reality wird ab 2012 rasant wachsen

Der Umsatz mit mobilen AR-Diensten (Abo-Dienste, Paid-for-Application-Downloads, Spiele und Werbung) wird von zwei Millionen US-Dollar in 2010 auf 732 Millionen US-Dollar in 2014 steigen. Insgesamt werden bis zum Jahr 2014 weltweit 350 Millionen Smartphones AR-fähig sein.

 

Juniper Research (2009): Augmented Reality on the Mobile to Generate $732 million by 2014, Driven by Mobile Apps and Mobile Advertising

Augmented Reality am Point of Sale

Metaio, eine Firma die Augmented Reality-Lösungen anbietet, hat für die LEGO Gruppe mit der "Digital Box" ein innovatives verkaufsförderndes Konzept entwickelt, bei dem Spielzeug-Verpackungen mittels einer Kamera und einem Display ihren fertig zusammengebauten Inhalt in Form von live-animierten 3D-Szenen verraten.

 

Weitere Infos bei Metaio

Eco-Skins werden alte Immobilien in Zukunft ästhetisch und ökologisch aufwerten

Das Laboratory for Visionary Architecture (LAVA) hat ein textiles Material entwickelt, mit dem sich älteren Gebäuden in Zukunft ein Facelift (Reskinning) verpassen lässt. Wie ein Kokon soll das Material vor allem Hochhäuser und ältere Bürogebäude umhüllen. Ziel ist nicht nur eine ästhetische Aufwertung, sondern auch eine Verbesserung der ökologischen Nachhaltigkeit der Immobilien. Integrierte Photovoltaik verwandelt Sonnenlicht in Strom. Außerdem sammeln die Eco-Skins Regenwasser und sollen für ein besseres Klima im Gebäude sorgen. Das Bild zeigt den UTS-Tower in Sydney.

 

LAVA (2010): New skin for aging 60s icons

2014: Eine halbe Milliarde Menschen nutzen mobile Geldtransferdienste

Die Nachfrage nach mobilen Geldtransferdiensten wird steigen, insbesondere in den Entwicklungsländern. 2014 werden weltweit 500 Millionen Menschen entsprechende Services nutzen.

 

Juniper Research (2009): Over half a billion people to use mobile money transfer services by 2014