Car2go und Car2gether: Neue Mobilitätsdienstleistungen

Stellen Sie sich vor, ...

Ihnen würde ein Mobilitätskonzept geboten, das Sie wirklich unabhängig macht. Sie müssten sich nicht nach Fahrtzeiten richten, Verspätungen in Kauf nehmen oder in überfüllte Busse und Bahnen zwängen. Ach, Sie fahren Auto? Ein eigenes? Noch einmal: Stellen Sie sich vor, Ihnen würde ein Mobilitätskonzept geboten, dass Sie wirklich unabhängig macht – von Bus, Bahn und dem eigenen Auto.

Seien Sie ehrlich: Wirklich ausgelastet ist Ihr Fahrzeug nicht! Und dann die Kosten… Trotzdem wollen Sie auf individuelle Mobilität nicht verzichten. Denken Sie an Ihren Handy-Tarif. Und nun stellen Sie sich vor: einfach einsteigen und losfahren, von A nach B, für 19 Cent die Minute. Sie finden in Ihrer Nähe immer einen Mietwagen. Sollten Sie keinen sehen, weist Ihr Handy Ihnen den Weg. Tanken? Unnötig! Das wurde bereits für Sie erledigt. Parkplatzsuche? Im gesamten Stadtgebiet stehen zahlreiche Parkspots für Sie zur Verfügung. Sie erreichen Ihr Ziel jederzeit flexibel, preiswert und umweltverträglich. Und dann lassen Sie Ihr Fahrzeug einfach links liegen, mit Car2go.

Car2go

Daimler testet seit 2009 in Ulm und Neu-Ulm mit Car2go ein neues Mobilitätskonzept, das in Zukunft dazu beitragen soll, den Verkehr in Ballungszentren deutlich zu entlasten. Rund 200 Smarts können ohne feste Miet- und Rückgabestationen spontan oder nach Online-Reservierung im gesamten Stadtgebiet genutzt werden. Der Kunde hält seinen mit einem elektronischen Siegel versehenen Führerschein an ein Lesegerät an der Windschutzscheibe, steigt ein, meldet sich mit seiner persönlichen Identifikationsnummer an und fährt los. Innerhalb eines Jahres haben sich mehr als 20.000 Nutzer registrieren lassen.

 

Inzwischen hat Daimler ein zweites Pilotprojekt im texanischen Austin gestartet. In Kooperation mit dem Autovermieter Europcar soll die Expansion des Projektes vorangetrieben und ein globales Carsharing-Netz aufgebaut werden.

Car2gether

Seit 2010 testet Daimler in Ulm ein weiteres Mobilitätskonzept. Die Internet-Plattform Car2gether soll von unterwegs die unkomplizierte Vermittlung einer Mitfahrgelegenheit per Smartphone ermöglichen. Die Anmeldung für den Dienst ist kostenlos. Angebote und Gesuche erscheinen in Form eines laufend aktualisierten Live-Tickers. Bezahlt wird nach Fahrzeit. Der empfohlene Preis liegt bei 9,5 Cent pro Minute. Der Bezahlvorgang soll automatisiert und bargeldlos erfolgen.

Grundlegender Zukunftsfaktor: Neue Mobilitätsdienstleistungen

Innovative und nachhaltige Mobilitätsdienstleistungen werden in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Die Zahl der sogenannten "Zero-car households" in den Industrieländern wird steigen. Vor allem in den Großstädten wächst die Nachfrage nach Services, die individuelle urbane Mobilität ermöglichen und gleichzeitig den innerstädtischen Verkehr entlasten. Ob Verleih- oder Car-Sharing-Konzepte, der wachsende Bedarf eröffnet neue Geschäftsfelder. Die Tertiarisierung erfasst auch den Fahrzeugsektor: Die Automobilbranche wandelt sich zur Mobilitätsindustrie.

Unterstützende Zukunftsfaktoren

  • Mobilisierung
  • Flexibilisierung
  • Convenience-Orientierung
  • Dematerialisierung
  • Ökologische Nachhaltigkeit
  • Tertiarisierung
  • E-Business

Impact: Vom Statussymbol zum Gebrauchsgegenstand

Teilen statt besitzen: In Zukunft werden Autos vor allem eines - genutzt!

 

Daimler sieht für Car-Sharing ein Marktpotenzial von einer Milliarde Euro. Auf längere Sicht soll Car2go mehr als 100 Millionen Euro Umsatz machen. Bereits heute bieten 270 deutsche Städte die Möglichkeit zum Car-Sharing. 165.000 Mitglieder nutzen rund 4.700 Fahrzeuge. Damit ist Deutschland der größte Car-Sharing-Markt Europas. Nach einer Prognose von Frost & Sullivan wird sich bis 2016 die Zahl der Fahrzeuge auf 19.000, die der Nutzer auf 1,1 Millionen erhöhen. Diese Entwicklung wird den Trend sinkender PKW-Neuzulassungen beschleunigen.

Ihr Ansprechpartner:
Enno Däneke

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