Wearable Electronics und fair gehandelte Baumwolle – Zukunftsfaktoren für die Modebranche
Warum sollte ausgerechnet die Modebranche sich mit Zukunftsmanagement auseinandersetzen?
Ist es nicht ohnehin DIE Branche, die mit Trends zu tun hat? Richtig, ohne Zweifel. Aber im Zukunftsmanagement geht es um mehr als um kurzfristige Trends.
Zukunftsmanagement beantwortet Fragen wie:
- Wie wird sich unser Markt-, Arbeits- und Lebensumfeld in den nächsten fünf bis zehn Jahren verändern?
- Wie sollen wir uns auf mögliche überraschende Ereignisse und Entwicklungen in der Zukunft vorbereiten?
- Welche Bedrohungen und Chancen für neue Märkte, Produkte, Strategien, Prozesse und Strukturen erwachsen aus diesen Veränderungen?
Das geht weit über eine Kenntnis der Trends für die nächste Saison hinaus. Experten schätzen zum Beispiel, dass Bedienelemente, Sensorik sowie Lokalisations- und Navigationsmodule für die Kommunikation, etwa mit oder zu einem mobilen Endgerät, ab 2020 in Deutschland in Berufs-, Sport- und Alltagskleidung integriert sind und von einem großen Teil der Bevölkerung genutzt werden (Münchner Kreis, 2009). Eine weitere Zukunftstechnologie setzt auf Energie-Erzeugung durch Kleidung: Wissenschaftler an der Cornell University im Bundesstaat New York haben Textilien entwickelt, die mit Nanopartikeln beschichtet sind, die Strom leiten können. Der Strom wird durch die Bewegung der Textilfasern erzeugt und kann beispielsweise zum Aufladen elektrischer Geräte wie Handys oder MP3-Player verwendet werden (Die Zeit, 2010). Auch kann sich in der Zukunft das Konsumentenverhalten ändern. Fashion United hat bereits im vergangenen Jahr eine Entwicklung zum nachhaltigen Kleidungskauf festgestellt. Besonders fair gehandelte Produkte und Textilien, die auf Schadstoffe geprüft wurden, werden nach Expertenmeinung in Zukunft vermehrt nachgefragt werden. (Fashion United, 2009)
Diesen Beispielen ließen sich viele weitere Trends, Themen und Technologien hinzufügen. Solche so genannten Zukunftsfaktoren bestimmen die Zukunft auch der Modebranche.
Wie wird man nun der Flut an Informationen Herr? Die Zukunft ist prinzipiell nicht exakt vorhersehbar. Andererseits hängen so gut wie alle Entscheidungen von der Qualität des Zukunftswissens ab. Zukunftsmanagement bietet einen realistischen und professionellen Weg, mit dieser auf den ersten Blick paradoxen Problematik umzugehen. Mit einem systematischen Zukunftsmanagement können Unternehmen die Umfeldentwicklungen besser analysieren und ihre Auswirkungen einschätzen. Auch Unternehmen der Modebranche können so frühzeitig Zukunftsmärkte erkennen und konkurrenzfähig bleiben.
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Tanja Bernsau
FutureManagementGroup AG
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Die FutureManagementGroup AG ist eine international tätige Expertengruppe, die seit 1991 auf Zukunftsmanagement und die Früherkennung von Zukunftsmärkten spezialisiert ist. Die FMG unterstützt Führungsteams, mehr von den Zukunftsmärkten zu sehen, zu verstehen und zu haben als die Konkurrenz und somit zukünftige Bedrohungen, Chancen und Strategien frühzeitig zu erkennen und zu nutzen. Die FMG baut mit ihrem "Eltviller Modell" und vielfältigen Methoden und Werkzeugen des Zukunftsmanagements eine methodische Brücke von der Führungspraxis in die Zukunftsforschung und wieder zurück in die Praxis. So wird die seriöse Zukunftsforschung zur Quelle der Inspiration und Orientierung.






