Der weltweite Markt für Medizintourimus wächst bis 2012 auf 100 Milliarden US-Dollar
2012 werden indische Krankenhäuser 2,2 Milliarden US-Dollar durch Medizintourismus einnehmen
Immer mehr Ausländer nutzen die steuerlich subventionierten medizinischen Angebote der großen Privatkliniken in Indien und verbringen anschließend ihren Urlaub im Land. Medizintourismus gehört zur offiziellen Gesundheits- und Tourismuspolitik Indiens. Die Behandlungen kosten nur ein Fünftel bis ein Achtel der entsprechenden Leistungen in den Industrieländern. (Vijay, 2007)
2020 sind mehr als 40 Prozent der deutschen Urlauber älter als 50 Jahre
Der "Silver-Urlauber" ist der Tourist der Zukunft. Nach Schätzungen des ADAC wird der Anteil der Altersgruppe 50+ an den Urlaubsreisenden bis 2010 auf 36,3 Prozent und bis 2020 auf 42,1 Prozent steigen. Wellness- und Medizinreisen dürften daher in Zukunft noch stärker nachgefragt werden. (ADAC, 2008)
Anti-Aging-Stammzellentherapie wird ein immer wichtigeres Segment im Medizintourismus
In den meisten westlichen Staaten gibt es strenge Stammzellengesetze, die die Einfuhr und Verwendung menschlicher embryonaler Stammzellen regeln. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer, in denen entsprechende Gesetzeseinschränkungen fehlen, wird die Stammzellentherapie daher zu einem immer lukrativeren Markt. Interessenten lassen sich den Traum von der ewigen Jugend einiges kosten. Die regenerativen Therapien werden für etwa 20.000 bis 25.000 US-Dollar angeboten. Nach ein bis ein paar Jahren muss die Therapie wiederholt werden. Länder wie Indien und China profitieren von diesem Trend, da sie einen starken Forschungsbereich in der Bio- und Gentechnologie besitzen und diesen rasant weiterentwickeln. (Kobald, 2007)
Asiatischer Markt für Medizintourismus boomt
Thailand und Indien sind führend im Medizintourismus. Insgesamt wird Asien in naher Zukunft mit etwa 780 Millionen Gesundheitstouristen 40 Milliarden US-Dollar im Jahr umsetzen. (Weiss, 2009a)
Spezialisierte Online-Portale und Online-Marketing gewinnen an Bedeutung
Auf den Bereich Medizintourismus spezialisierte Online-Portale, wie beispielsweise ONMEDIX oder flymedic, bieten Patienten künftig ein breites Informationsangebot und Transparenz in einem unübersichtlichen Markt. Kliniken nutzen zunehmend Möglichkeiten des Online-Marketings, um Patienten zu werben.
Medizintourismus verschlechtert die Versorgung der einheimischen Patienten
Aufgrund der besseren Verdienstmöglichkeiten ziehen immer mehr Ärzte vom Land in die Stadt oder wechseln von den staatlichen Krankenhäusern in Privatkliniken. In vielen Zielländern des Medizintourismus droht eine Ärztekrise. Die Landbevölkerung kann nicht mehr ausreichend ärztlich versorgt werden. Das Personal in den öffentlichen Krankenhäusern ist zunehmend überlastet. (Weiss, 2009a)
EU: Grenzüberschreitende medizinische Versorgung spart Kosten
Die medizinischen Standards innerhalb der Europäischen Union sollen angeglichen werden. 23 Millionen Euro werden bis 2010 in die Vernetzung von Gesundheitsdatenbanken investiert. Von der Nutzung medizinischer Dienstleistungen im EU-Ausland sollen Patienten, Krankenkassen und Gesundheitssysteme profitieren. (Weiss, 2009)
Anzahl der Medizintouristen nimmt zu
Nach Angaben des Deloitte Centre for Health Solutions wird die Zahl der Amerikaner, die ins Ausland reisen, um sich dort medizinisch behandeln zu lassen, von 750.000 im Jahr 2007 auf fast 16 Millionen im Jahr 2017 steigen. (Deloitte, 2008)
Deutschland hat im Bereich Medizintourismus noch großes Wachstumspotenzial
Nach einer Umfrage von ONMEDIX ist das Interesse deutscher Kliniken am Medizintourismus von 80 Prozent im Jahr 2005 auf 92 Prozent im Jahr 2009 gewachsen. Bislang ist das Auslandskundensegment im Vergleich zu anderen Ländern allerdings noch klein. Etwa 70.000 ausländische Patienten ließen sich 2008 in Deutschland behandeln. Auch wenn deutsche Kliniken mit den Preisen in Indien oder Thailand nicht konkurrieren können, sind die Behandlungskosten hierzulande deutlich günstiger als beispielsweise in den USA. Hinzu kommt, dass das deutsche Gesundheitssystem und deutsche Ärzte im Ausland ein hohes Ansehen genießen. Gerade als medizinischer Qualitätsanbieter hat Deutschland noch erhebliches Wachstumspotenzial. (openpr.de, 2009)