2015: 28 Millionen Menschen weltweit nutzen Energie-Management-Systeme
Bis zum Jahr 2015 werden 14,4 Millionen Verbraucher weltweit Anzeige-Geräte nutzen, um ihren Energieverbrauch zu überwachen und zu steuern. Weitere 11,1 Millionen werden für das Energiemanagement auf webbasierte Dashboards und 2,6 Millionen auf entsprechende Handy-Applikationen zurückgreifen. (Pike Research, 2009)
2024: Haushalte und Unternehmen in Deutschland handeln bidirektional mit Energie
Intelligente Versorgungsnetze ermöglichen es in Zukunft, dass Haushalte und Unternehmen auf elektronischen Energiemarktplätzen bidirektional und in real-time mit Energie handeln können. Experten schätzen, dass diese Form des Energiehandels bis 2024 in Deutschland und in Europa weit verbreitet sein wird. (Münchner Kreis et al., 2009)
2050: Europa bezieht seinen Strom vollständig aus erneuerbaren Energien
Voraussetzungen sind die Schaffung eines vereinten europäischen Elektrizitäts-Binnenmarktes und die Transformation des Stromversorgungssystems in ein so genanntes Super Smart Grid (SSG), das Europa mit der Mittelmeerregion und Nordafrika vernetzt, um die Potenziale von Wind und Sonne effizient zu nutzen.
(PricewaterhouseCoopers, 2010)
Das globale Marktvolumen für "Smart Appliances" wird sich bis 2015 verfünffachen
Der Markt für intelligente Haushaltsgeräte ("Smart Appliances") wird sich von 3,06 Milliarden US-Dollar in 2010 auf 15,12 Milliarden US-Dollar in 2015 verfünffachen. Vor allem China und die USA investieren in die Entwicklung intelligenter Stromnetze, in die die Haushaltsgeräte in Zukunft eingebunden werden sollen. Die drei am stärksten nachgefragten Produkte in 2015 werden Waschmaschinen, Kühlschränke und Trockner sein. (Zpryme, 2010)
Das weltweite Marktvolumen für Smart-Grid-Technologien wird sich bis 2030 verfünffachen
Nach Prognosen von Morgan Stanley Research wird das weltweite Marktvolumen für Smart-Grid-Technologien von 22 Milliarden US-Dollar in 2010 auf 60 Milliarden US-Dollar in 2020 und 115 Milliarden US-Dollar in 2030 wachsen. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 8,8 Prozent. (Trage, 2009)
Der Umbau der Stromnetze wird zu einer Notwendigkeit
2006 wurden laut der Internationalen Energieagentur in der EU 3.600 Terawattstunden Elektrizität produziert. 2030 sollen es 4.300 Terawattstunden sein. Zu diesem Zeitpunkt werden die europäischen Stromnetze 60 Jahre alt sein und den Transfer der immer ungleichmäßiger erzeugten Energie nicht mehr leisten können. Neben dem Ausbau der Stromnetze ist der Umbau der Netze zum Smart Grid eine Notwendigkeit. (Martini, 2009)
Deutsche Energieversorger werden stark in Smart Grid investieren
Die deutschen Energieversorger planen, bis 2020 etwa 40 bis 50 Milliarden Euro in die Modernisierung des Stromnetzes zu investieren, davon etwa 15 bis 25 Milliarden Euro in Smart-Grid-Technologien. (Trage, 2009)
Elektroautos werden in das Stromnetz eingebunden
In Zukunft bilden Millionen von Auto-Akkus einen dezentralen Speicher für Regelenergie, die bei Bedarf ins Netz zurückgespeist werden kann. Mit 2,5 Millionen Elektroautos, das entspricht fünf Prozent aller Fahrzeuge auf deutschen Straßen, könnte die gesamte Regelenergie des Landes abgedeckt werden. (Honsel, 2009)
Flukturierende regenerative Energien werden den Bedarf an Stromspeichern erhöhen
Stromspeicher für eine effektive Integration flukturierender Energien in das Stromnetz der Zukunft werden zunehmend zu einem erfolgskritischen Faktor. Soll der Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland nicht bald an seine Grenzen stoßen, sind dringend Investitionen nötig, die beispielsweise durch Subventionen angekurbelt werden könnten. Der heute verfügbaren Speicherkapazität von sieben Gigawatt steht ein Bedarf von bis zu 28 Gigawatt an Ausgleichsleistung in 2025 gegenüber. Stromspeicher versprechen ab 2020 ein Geschäftsvolumen von mehr als zehn Milliarden Euro pro Jahr. (Boston Consulting Group, 2010)
Stadtwerke und andere Energieanbieter werden vom digitalen Strom profitieren
Stadtwerke und andere Energieanbieter können mit der neuen Technologie ihren Stromeinkauf auf dem Spotmarkt besser koordinieren und teure Spitzenlasten zumindest teilweise vermeiden. (Hovestadt/Günther, 2009)