Dr. Pero Mićić

Welche konkreten Chancen haben Sie in der Krise?

Krisen-Chance Nr. 06: Virtualisiere dein Unternehmen

Ihre Zukunftschancen jetzt in der Krise? Virtualisieren Sie Ihr Unternehmen. Aus strategischen Gründen, für Effizienz und Flexibilität gleichzeitig und aus Kostengründen.

Beispiel eines virtuellen Unternehmens

eXp Realty ist ein Maklerunternehmen in den USA. Es gehört zu den am stärksten wachsenden Unternehmen der Branche mit über 20.000 Maklern in Nord-Amerika. Das Einzigartige an eXp Realty ist: Diese Makler-Firma, deren Kerngeschäft und Existenzberechtigung die Vermittlung von Gebäuden ist, hat kein einziges physisches Büro. Das gesamte Unternehmen ist virtuell. Es ist keine Klitsche. Sie machen über eine Milliarde Dollar Umsatz.

Betrieben wird es auf einer Plattform namens VirBELA. Die mittlerweile auch eXp Realty gehört. Einige große Organisationen und Schulen betreiben schon solche Plattformen. Aber wirklich ernsthaft als Ersatz für physische Unternehmen, das ist noch selten.

Erste Schritte: Home-Office, Videokonferenzen, virtuelle 3D-Welten

In der öffentlichen Wahrnehmung ist ‚Working from home‘ schon eine große Innovation, die nicht wenige vor schwierig lösbare Probleme gestellt hat. Durch die Corona-Krise wurden Millionen Menschen gezwungen, von zuhause aus zu arbeiten und die Produktivitätsreserven zu erschließen. Bei uns in der FutureManagementGroup AG war dafür nur eine Entscheidung nötig und ab sofort konnte das gesamte Team von zuhause arbeiten. Ja, wir haben es leicht. Das geht natürlich nicht so leicht für Mitarbeiter in der Produktion, Montage oder im direkten Kundenservice. Aber auch bei diesen Aufgaben ist mehr möglich als Sie im ersten Augenblick denken. Jedenfalls ist ‚Working from home‘ oder Home-Office nur der kleinste Schritt, wie das Beispiel von eXp Realty zeigt.

Ja, natürlich ist ein persönliches Gespräch buchstäblich eindrucksvoller und wirksamer. Doch wenn man sich kennt, bringt eine Videokonferenz gefühlt 70 % der Wirkung eines persönlichen Gesprächs. Aber sie kostet eben auch nur 10 % des persönlichen Gesprächs. Und wenn man sich noch nicht kennt, hat man vielleicht 50 % der Kommunikationsqualität. Es ist immer noch rationeller.

Es geht nicht nur um ‚Working from home‘, sondern um ‚work from anywhere to anywhere‘. Nicht nur Teams, Zoom und Skype, sondern virtuelle 3D-Welten. Nein, das ist eben nicht mehr nur reine Spielerei. Tesla verkauft seine hochemotionalen Autos seit 2012 von Anfang an nur online. Der nächste Schritt sind ganze virtuelle Autohäuser. Die Möglichkeiten, spielerisch zu experimentieren, das Auto in allen Varianten selbst virtuell zusammenzustellen, sind faszinierend. Die Welt der Computerspiele zeigt, was visuell schon alles möglich ist.

Natürlich tut es uns um die physischen Geschäfte leid. Aber wenn das Virtuelle die Kunden nicht überzeugt, nicht besser ist, werden sie es nicht annehmen. Dann sind die physischen Geschäftsmodelle besser. Die Kunden werden es entscheiden. So wie schon im Falle Amazon gegen lokalen Einzelhandel.

Um zu virtualisieren, müssen Sie die Plattform für Ihr virtuelles Unternehmen auch nicht mit Millionen-Investitionen selbst entwickeln. Sie können sich aus mehreren Angeboten eine Plattform mieten, und das für einen Bruchteil der Kosten Ihrer Büros.

Virtualisieren Sie Ihr Unternehmen jetzt!

Aus strategischen Gründen, für Effizienz und Flexibilität gleichzeitig und aus Kostengründen. Jetzt ist die Chance da, mehr zu erreichen als jemals zuvor. Was Sie davon haben, fragen Sie?

Sie können leichter gute Mitarbeiter gewinnen und halten, weil diese Familie und Arbeit besser vereinbaren können. Nein, nicht work-life-balance, sondern lebensintegriertes Arbeiten ist die Zukunft.

Sie können den so viel beklagten Fachkräfte-Mangel lösen, indem Sie Ihren geografischen Raum ausweiten. Sie können Mitarbeiter überall auf der Welt engagieren. Über Fachkräftemangel reden wir mal an anderer Stelle. Denn es ist nicht anders als der Kundenmangel. Es ist eben eine Frage der Strategie, des Angebots und des Preises.

Sie sparen, wie eXp Realty den größten Teil der Kosten für Reisen und Büros.

Auch Ihre Mitarbeiter verbringen weniger Zeit auf der Straße und Schiene, wenn sie weniger ins Büro und weniger zu Kunden reisen.

Sie können den Sitz Ihres Unternehmens überall in der Welt haben. Aber bitte zahlen Sie hier Ihre Steuern.

Indem Sie Ihr Unternehmen virtualisieren, immunisieren sich ein Stück weit gegen disruptive Wettbewerber. Denn wenn die Virtualisierung in Ihrem Geschäftsfeld möglich ist, wird es irgendjemand auch ganz konsequent tun.

Klar, das war alles auch schon vor der Krise möglich. Es ist nur an den notorischen Denkgrenzen gescheitert, und natürlich an eingefahrenen Gewohnheiten. Persönlich glaube ich, dass ein großer Faktor darin bestand und besteht, dass Führungskräfte die sichtbare Anwesenheit ihrer Untergebenen als Selbstwert-Booster brauchen. Ich sag’s nur.

Ich weiß, Sie haben Recht. Es ist natürlich nicht alles ganz einfach. Aber wenn es einfach wäre, Sie wissen schon….
Starke Team-Energie braucht immer noch persönliche Begegnung. Unser Botenstoff-Cocktail im Kopf hat sich nicht geändert. Erstens sind wir immer noch soziale Wesen und zweitens erreichen Videofonie und auch virtuelle Welten eben nicht 100 Prozent der Kommunikationsqualität. Und nicht alle Menschen fühlen sich in Alleinarbeit wohl. Die Gewissenhaften werden produktiver. Die Extravertierten und Neurotischen eher nicht. Zudem ist die IT in Sachen Sicherheit vor enorme Herausforderungen gestellt.

Ihre konkrete Aufgabe:

Starten Sie mit dem Offensichtlichen und Einfachen: Nutzen Sie das Momentum. Behalten Sie alles, was möglich ist, bei, was jetzt kurzfristig virtualisiert wurde, und weiten Sie es eher noch aus.

Sehen Sie sich Angebote für virtuelle Plattformen an. VirBELA ist ein guter Startpunkt. In Deutschland gibt es TriCAT.

Beginnen Sie mit einer Funktion oder einer Einheit in Ihrem Unternehmen. Fangen Sie doch mal im Vorstand oder in der Geschäftsleitung an. Das hätte Vorbildfunktion.

Es sollte klar sein, dass Sie die Virtualisierung mit Vorsicht vorantreiben müssen. Um die Menschen nicht zu überfordern. Und dass Sie die physischen Ressourcen erst dann ganz abschaffen, wenn die virtuellen sich bewährt haben.

Ich bin gespannt zu erfahren, was Sie über die Virtualisierungschancen denken!

Have a bright future!

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