Man hört zwar nach wie vor Politiker von einer glänzenden Zukunft des Dieselmotors sprechen, die Leader erfolgreicher Automobilunternehmen, Zulieferer und Mobilitätsdienstleister richten ihre Unternehmen aber bereits auf die nächste Ära aus.

Erfolgreiche Transformation braucht eine klare Vision. Sie gibt einem Unternehmen auch in turbulenten Zeiten die Orientierung, Ausrichtung und Klarheit, die es braucht, um auf Veränderungen von außen zu reagieren und den Wandel nicht nur zu überstehen, sondern aktiv mitzugestalten. Sie gibt jedem einzelnen Mitarbeiter eine Antwort auf die Fragen „Wohin wollen wir uns entwickeln? Wer wollen wir in Zukunft sein? Was wollen wir in X Jahren erreicht haben?“

Während klare Zukunftsannahmen Orientierung über die zukünftigen Veränderungen im Markt geben, zeigt uns die Vision die Richtung für unsere eigene Entwicklung.

Im Automotive-Markt und in der Mobilität insgesamt stehen wir vor massiven Veränderungen. Dabei ist die Spannbreite der Vorhersagen groß. Im letzten Jahr prognostizierte eine Studie von RethinkX einen schnellen, absolut radikalen Wandel. Vor einigen Wochen habe ich in einem Roadmap-Szenario beschrieben, warum in 15 Jahre niemand mehr ein Auto kaufen könnte. Nun zeichnet Exxon Mobil im Outlook for Energy wiederum ein deutlich konservativeres Bild des Transportsektors für das Jahr 2040. Auch wenn die vergangenen Jahre bereits viele Innovationen und Veränderungen hervorgebracht haben, liegt der eigentliche Wandel in meinen Augen noch vor uns. Entscheidende Grundlagentechnologien entwickeln sich exponentiell. Das bedeutet, dass sich die Veränderungsgeschwindigkeit in den nächsten Jahren noch einmal deutlich erhöhen wird. Etablierte Märkte und Wertschöpfungsketten werden durch die neuen Technologien aufgebrochen, neu geordnet und die Erträge neu verteilt.

Mir zeigt dies die Unmöglichkeit der Vorhersage langfristiger Entwicklungen und damit die Notwendigkeit für jedes Führungsteam, sein eigenes Zukunftsbild zu entwickeln. Dieses Zukunftsbild muss aber nicht nur die erwarteten Veränderungen abbilden, sondern alle unternehmerisch relevanten Perspektiven beleuchten.

Insbesondere die erstrebte Zukunft, also die unternehmerische Vision, hat sich dabei als kraftvolles Führungsinstrument erwiesen. Eine Vision ist weder ein Marketing-Slogan noch eine Ansammlung von generischen Werten wie Kundenorientierung, Agilität oder Innovationsführerschaft. Um wirklich wirksam zu werden, muss sie das konkrete Bild einer faszinierenden, gemeinsam erstrebten und realisierbaren Zukunft des Unternehmens sein. Und in dieser Definition ist jedes Wort wichtig. Nur wenn alle Aspekte erfüllt sind, kann die Vision ihre volle Kraft entfalten, wie ich es schon in vielen Unternehmen gesehen habe.

Einige große Leader tragen solch eine Vision in sich und verstehen es, ihr Umfeld ganz natürlich mitzureißen. Über Erfolg oder Fehlschlag der Vision entscheidet auch ihre Fähigkeit, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Vision zu begeistern. Für die Mehrzahl der Führungsteams ist die Entwicklung einer echten Vision mit harter Arbeit verbunden. Doch sie lohnt sich.

Sie können Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nur dann wirksam vom Heute ins Morgen führen, wenn Sie selbst ein klares, motivierendes und robustes Bild von dieser Zukunft haben. Ohne Vision führen Sie nicht. Sie machen sich bestenfalls zum Befehlsgeber und Vorarbeiter. Ohne ein attraktives und glaubwürdiges Zukunftsbild ziehen sich Menschen bei Herausforderungen immer auf das Vertraute und Bekannte zurück, selbst wenn es im Wettbewerb nicht mehr zukunftsfähig ist. Erst mit einer klaren Vision entsteht eine wirkliche Motivation im Sinne eines „Hin zu“. Dies ist wesentlich stärker als ein „Weg von“.

Die Vision schafft eine gemeinsame mentale Landkarte in den Köpfen der Führungskräfte und Mitarbeiter. Die Einigkeit wird erhöht, Prioritäten werden klarer. Viele zeitraubende Diskussionen fallen weg, da die grundsätzliche Ausrichtung viel eindeutiger ist. Eine Vision harmonisiert so auch die Projekte und Prozesse, indem es einen Punkt definiert, auf den sie alle zulaufen müssen. Sie steigert die Agilität, Reaktionsfähigkeit und Effizienz.

Mitarbeiter, die sich das Zukunftsbild zu eigen machen, haben etwas, worauf sie sich freuen und woran sie mit Leidenschaft und voller Kraft arbeiten können. Wer sich auf etwas freut, ist motivierter, fokussierter und sogar gesünder. Der Erfolg eines jeden Einzelnen, des Teams und des Unternehmens wird deutlich größer.

Was ist die Bedeutung für Ihre Vision und Strategie?

Sie können das White Paper How to survive the mobility disruption: 6 strategy archetypes and 8 tactical moves if your business is threatened by the next era of mobility hier kostenlos herunterladen.

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