Agentenbasierte Modellierung ist eine spezielle Art von computergestützter Simulation, mit der das Verhalten und die Interaktion autonomer Einheiten und deren Auswirkung auf ein Gesamtsystem analysiert werden kann. Die als „Agenten“ bezeichneten Einheiten können sowohl Individuen, als auch kollektive Entitäten wie Organisationen sein. Agent Modeling kann als Methode der Zukunftsforschung eingesetzt werden, etwa als Hilfe zur Szenarienbildung.

Die Annahmen-Analyse dient dazu wahrscheinliche, zukünftige Entwicklungen des Umfeldes einzuschätzen, schafft Orientierung und reduziert die Komplexität der Zukunft.

Dabei wird die Frage gestellt: „Welche Veränderungen kommen wahrscheinlich auf uns zu und welche nicht?“. Eine Annahmen-Analyse wird im Rahmen der blauen Zukunftsbrille des Eltviller Modells des Zukunftsmanagements angewendet, um die Umwelt in einer realistischen und konservativen Denkhaltung zu betrachten.

Eine Bedrohung ist eine passiv erlebte Umfeldveränderung, von der eine Gefährdung einer derzeitigen Position ausgeht. In der Chancen-Entwicklung (grüne Zukunftsbrille) werden Bedrohungen in Chancen transformiert. Eine Bedrohung ist von einem Risiko abzugrenzen. Ein Risiko liegt vor, wenn etwas aktiv getan wird und sich daraus eine riskante Situation ergibt.

Die Menge an potenziell zukunftsrelevanten Informationen ist fast unendlich groß. Im Zukunftsmanagement wird deshalb durch genau zu definierende Beobachtungsfelder dafür gesorgt, dass sich die Aufmerksamkeit auf die für ein Unternehmen tatsächlich relevanten Faktoren und deren Entwicklung richtet. Beobachtungsfelder dienen dazu, das relevante Umfeld eines Unternehmens systematisch zu erfassen.

In welchen Feldern können grundsätzlich Veränderungen eintreten?

  • Kunden & Bedarfsfelder
  • Technologien & Methoden
  • Markt & Mitbewerber
  • Gesetze & Regeln
  • Natur & Umwelt

Siehe Überraschung

Das Brainstorming zählt zu den Kreativmethoden. Diese Methode unterstützt die Ideengenerierung innerhalb von Gruppen und wird meist mit den folgenden Regeln durchgeführt.

  • Ein Moderator ermutigt die Gruppe, viele Ideen aufzuschreiben.
  • Alle Ideen dürfen aufgeschrieben werden, auch wenn sie verrückt oder unbeliebt erscheinen.
  • Die Ideen dürfen nicht gleich von der Gruppe bewertet werden.
  • Der Moderator darf keine eigenen Ideen mit einbringen, sondern nur alle Ideen aufschreiben.

Die Chancen-Entwicklung dient dazu, die gestaltbare Zukunft und wichtigsten Zukunftschancen zur Erschließung neuer Geschäftsfelder zu erkennen. Auch Bedrohungen werden dabei als Chancen formuliert. Damit wird die Zukunft hinsichtlich der eigenen Handlungsmöglichkeiten durchleuchtet und strategische Visionen, Leitlinien, Ziele, Projekte, Systeme und Prozesse werden gebildet.

Sind die Chancen bekannt, kann u.a. früher als Wettbewerber gehandelt und mehr erreicht werden. Durch die grüne Zukunftsbrille des Eltviller Modells des Zukunftsmanagements betrachtet die Chancen-Entwicklung in einer kreativen und progressiven Denkhaltung das Umfeld.

Ein Chancen-Panorama ist eine tabellarische Übersicht der Zukunftschancen, die folgende Informationen enthalten soll:

  • Gestaltungsfelder
  • Chancenfragen
  • Argumente für und gegen einzelne Chancen
  • Bewertung durch die Entscheider nach einem oder mehreren Kriterien
  • Statistische Auswertung der Mittelwerte
  • Statistische Auswertung der Streuung

Das Chancen-Radar wird genutzt, um Chancen und vielversprechende Strategien zu identifizieren, bevor Wettbewerber dies tun. Es basiert auf Aussagen interner und externer Akteure über Erfolg versprechende Geschäftsfelder, Geschäftsmodelle und Strategien als Handlungsoptionen für die Zukunft. Chancenfragen können sich auf nur ausgewählte Zukunftsfaktoren konzentrieren, oder auch vorherig entwickelte Projektionen, Szenarien und Überraschungen berücksichtigen und als Chancenquelle in die Chancenentwicklung einbeziehen, abhängig von Zielsetzung und Zeitbudget.

Schlüsselfragen, die beantwortet werden müssen, sind beispielsweise welche Chancen und Marktbedrohungen, Strategien, Prozesse und Strukturen sich aus möglichen Veränderungen ergeben könnten.

Change Management fasst alle Maßnahmen zusammen, um eine Organisation von einem gegenwärtigen Zustand zu einem gewünschten, zukünftigen Zustand zu transformieren. Ein zentrales Anliegen des Change Management ist es, bei den Mitarbeitern Akzeptanz und Verständnis für die erforderlichen Veränderungen aufzubauen.

Change Management und Zukunftsmanagement können sich ergänzen. Während Zukunftsmanagement im Bereich der konkreten Veränderungs- und Umsetzungsprozesse auf Ansätze des Change Management zurückgreifen kann, ist es dem Change Management im Hinblick auf die systematische Entwicklung des gewünschten Zieles überlegen.

Durch Anwendung der Content Analysis, einer Methode der Zukunftsforschung, können mögliche zukünftige Entwicklungen aus der aktuellen medialen Berichterstattung abgeleitet werden. Der Umfang und die Art der Berichterstattung dienen als Basis, um die Bedeutung der Themen und deren Ausmaß abzuschätzen.

Die Cross-Impact Analyse oder Wechselwirkungsanalyse ist eine Prognosetechnik der Zukunftsforschung, bei der die potenzielle Interaktion zwischen bestimmten möglichen zukünftigen Ereignissen sowie deren Eintrittswahrscheinlichkeit analysiert und beurteilt wird. Eine Stärke der Methode liegt darin, dass sie die Aufmerksamkeit zwingend auf mögliche Kausalverläufe lenkt, da die Eintrittswahrscheinlichkeit jedes Ereignisses in Abhängigkeit von anderen Ereignissen bestimmt wird.

Die Delphi-Methode ist eine Technik der Zukunftsforschung, die in mehreren Befragungsrunden unter Experten einen Konsens über Zukunftsaussagen zu erreichen sucht. Besonders ist dabei, dass die teilnehmenden Experten die (anonymen) Antworten der anderen nach jeder Runde einsehen können und die eigenen Antworten überdenken und ändern können. Grundannahme der Delphi-Methode ist, dass die Befragung vieler Experten die Entwicklungen der Zukunft gut zu erkennen helfen kann.

Synonym gebrauchte Begriffe: Delphi-Studie, Delphi-Verfahren, Delphi-Befragung

Real-Time Delphi ist eine webbasierte Variante der Delphi-Methode, die dem teilnehmenden Experten eine sofortige Auswertung liefert.

Der Begriff Diffusion beschreibt die Einführung und Verteilung von Ideen und Innovationen in einem sozialen System.

Beispiel: Zuerst wurde das Fernsehen nur von wenigen Menschen genutzt und verbreitete sich dann Stück für Stück in der Bevölkerung.

Diskontinuität beschreibt eine große Verschiebung innerhalb eines Trends, die über die normalen Schwankungen hinaus geht. Ein großer Bevölkerungszuwachs, wie zum Beispiel ausgelöst durch die Babyboomer-Generation, oder der Übergang von einer Gesellschaftsform auf die danach folgende, zählen dazu.

Der Begriff Dystopie stellt den Gegenentwurf zu einer Utopie dar. Vorherrschend in einer dystopischen Gesellschaft sind meist soziale Repressionen und eine totalitäre Regierung oder die fortschreitende Umweltzerstörung.

Das Eltviller Modell des Zukunftsmanagements wird von Unternehmen und öffentlichen Institutionen verwendet, um das Nachdenken und Kommunizieren über zukünftige Umfeldentwicklungen, die Früherkennung von Zukunftsmärkten, die Entwicklung von Zukunftsstrategien und den Aufbau von Zukunftskompetenz durch ein fundiertes System von Begriffen zu stützen. Das Eltviller Modell bietet eine umfassende und integrierte Terminologie. Es verbindet die Anforderungen des wissenschaftlichen Zukunftsmanagements mit den Notwendigkeiten des unternehmerischen Alltags.

siehe auch Buch „Die fünf Zukunftsbrillen

Eine Empathiematrix ist eine Technik des Zukunftsmanagements. Sie unterstützt die Entwicklung von Chancen durch die Verknüpfung von Kundenbedürfnissen mit dem derzeitigen Angebot in allen Phasen des Kundenlebens von der Bedarfserkennung bis zur Entsorgung und unterstützt die Ableitung von Änderungsbedarf auf Basis dieser Verknüpfungen.

Eine Entwicklungschance ist eine hoch bewertete Zukunftschance, die noch nicht Teil der Zukunftsstrategie werden kann, da ihr Wert und ihre Machbarkeit noch unklar sind

Beispiel: Wir könnten ein automatisches Wettbewerbsbeobachtungssystem einführen, wissen aber noch nicht, ob solche Systeme wirklich aussagekräftige Informationen liefern.

Eine Eventualität ist ein Denkobjekt der blauen Zukunftsbrille im Eltviller Modell des Zukunftsmanagements. Es handelt sich um eine Zukunftsannahme, die eine mittlere Erwartungswahrscheinlichkeit ausdrückt. Eintritt oder Nichteintritt der Eventualität werden als gleich wahrscheinlich angenommen. Eine Zukunftsstrategie sollte beide Fälle berücksichtigen.

Eine Eventualstrategie ist eine mögliche Maßnahme, die im Falle des Eintretens von Überraschungen (unerwartete Ereignisse und Entwicklungen) und wesentlichen Änderungen in den Zukunftsannahmen durchgeführt werden kann.

Beispiel: Für den Fall, dass eine substituierende Technologie in den Markt eintritt, wechseln wir auf Technologie X.

Extrapolation ist ein Grundmodell der methodischen Ansätze für die Analyse und Prognose der wahrscheinlichen Zukunft. Dabei werden vorhandene Trends in ihrer bisherigen Verlaufsform weitergeschrieben. Dieses Modell ist sehr einfach, aber auch sehr fehleranfällig. Anwendungsbeispiele sind Umsatz- und Ertragsprognosen.

Foresight im Allgemeinen bezieht sich auf die Betrachtung der  Zukunft und beschäftigt sich mit der antizipativen Suche nach möglichen langfristigen Entwicklungen und Ereignissen.

Corporate Foresight beschäftigt sich mit den Maßnahmen, die ein Unternehmen in die Lage versetzen, relevante Umfeldveränderungen zu erkennen, zu interpretieren und auf diese gegebenenfalls zu reagieren.

Synonym gebrauchter Begriff: Strategische Frühaufklärung

Gestaltungsfelder beschreiben grob Kategorien von Entwicklungsfaktoren als Zutaten oder Elemente, die für die Existenz und den Erfolg eines Unternehmens benötigt werden.

  • Strategie und Führung
  • Märkte und Geschäftsfelder
  • Marketing, Vertrieb und Akquisition
  • Produkte und Lösungen
  • Mensch und Kultur
  • Systeme und Prozesse
  • Partner und Lieferanten
  • Finanzen und Ressourcen

Ideenmanagement dient zur Förderung und besseren Ausschöpfung des Innovations- und Optimierungspotentials einer Organisation, indem systematisch Verbesserungsvorschläge generiert, gesammelt, evaluiert und implementiert werden. Ein Hauptmerkmal des Ideenmanagements ist die Offenheit für die Mitwirkung aller Mitarbeiter über den Kreis ihrer eigentlichen Aufgaben hinaus. Das Betriebliche Vorschlagswesen (BVW) und der Kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) sind Teil des Ideenmanagements.

Eine Innovation stellt im Allgemeinen etwas neues dar, unabhängig davon, ob es etwas Materielles oder Immaterielles ist. Eine Innovation kann ein neues Produkt sein, eine neue Dienstleistungen oder ein neuer Prozess.

Beim Innovationsmanagement geht es um die Neuentwicklung oder Verbesserung von Produkten, Dienstleistungen, Systemen und Prozessen mit dem Ziel, eine fortschrittliche Lösung zu einem bestimmten Problem zu bieten.

Wie auch im Zukunftsmanagement besteht das gemeinsame Ziel, kreativ bestimmte Bedingungen zu verbessern und eine zufriedenstellende Zukunft zu gestalten.

Im Innovationsmanagement konzentriert man sich meist auf ein spezielles Gestaltungsfeld. Das Zukunftsmanagement stellt einen ganzheitlichen und generellen Ansatz dar.

Im Eltviller Modell des Zukunftsmanagements wird die eigentliche schöpferische Leistung, also die neue Idee, im Rahmen der grünen Zukunftsbrille erarbeitet. Die Verwirklichung dieser Idee findet dann im Rahmen der gelben und violetten Zukunftsbrille statt.

Ziel des Issues Management ist das aktive Management von Themen, die in Zukunft auf eine Organisation zukommen können.

Wie auch beim Zukunftsmanagement werden Einflüsse und Trends identifiziert und analysiert, um für die Zukunft wichtige Themen zu erkennen. Es werden Strategien entwickelt, wie darauf bereits im frühen Stadium reagiert werden kann.

Das Issues Management soll eine Balance von unterschiedlichen Interessen erreichen. Es beinhaltet nur in geringem Maße die kreative Suche nach Zukunftsmärkten und verzichtet im Gegensatz zum Zukunftsmanagement gänzlich auf die Erarbeitung von Vision, Zielen und Unternehmensstrategien.

Beispiel: Frühzeitige Erkennung und Reaktion auf die Einführung des Dosenpfands durch die Getränkehersteller.

Strategische Leitlinien sind Regeln und Prinzipien zu strategischen Werten und Verhaltensweisen.

Beispiel: Wir investieren fünf Prozent unseres Umsatzes in Forschung und Entwicklung.

Leitlinien können:

  • auf einer normativ-strategischen Ebene (gemeinsam mit Vision und Mission),
  • auf einer kulturell-strategischen Ebene und
  • auf einer operativ-strategischen Ebene (gemeinsam mit Zielen, Projekten, Prozessen und Systemen)

festgelegt werden.

Eine Mission ist der generelle langfristige Zweck, den eine Organisation für ihre Kunden im weiteren Sinne erfüllt. Im Eltviller Modell des Zukunftsmanagements ist die Mission ein Denkobjekt der gelben Zukunftsbrille. Die Mission ist eine Antwort auf die Visionsfrage „Wofür soll unser Unternehmen bzw. unsere Organisation in der Zukunft da sein?“

Eine Mission besteht aus Missions-Elementen, die wiederum aus Chancen entstehen.

Beispiel:

  • Wir verringern die finanziellen Folgen von Unfällen. (Versicherungsgesellschaft)
  • Wir sind zuständig für die Messung und Abrechnung von Wasser und Energie. (Techem AG)
  • Wir helfen Führungskräften dabei, mehr von der Zukunft zu sehen als ihre Mitbewerber. (FMG)

Die morphologische Analyse ist eine kreative analytische Methode, die im Zukunftsmanagement als Technik eingesetzt werden kann, um das Panorama der möglichen Zukünfte und Perspektiven eines Systems systematisch und umfassend zu ermitteln. Das Ziel ist es also, vollständig zu denken, indem alle möglichen Antwortoptionen auf bestimmte Zukunftsfragen dargestellt werden. Die Analyse setzt die Kenntnis der analytischen Zusammensetzung des betrachteten Systems voraus. Dies wird am besten erreicht, indem das System mittels eines sogenannten Relevanzbaumes in seine primären Komponenten unterteilt wird.

Unter New Business Development werden alle Maßnahmen zusammengefasst, die dazu dienen, ganz neues Potential und neue Chancen eines Unternehmens zu identifizieren und zu erschließen.

Im Gegensatz dazu zielt Business Development darauf ab, das volle Potenzial eines Unternehmens auszuschöpfen und dieses weiterzuentwickeln. Dabei geht es insbesondere um die Ausweitung des Geschäfts durch die Gewinnung neuer Kunden oder durch die Erschließung neuer Märkte. Das Zukunftsmanagement bietet zahlreiche Techniken und Methoden, um (New) Business Development systematisch und strategisch gezielt durchzuführen.

Prognosen sind Einschätzungen, wie sich ein bestimmter Beobachtungsgegenstand nach der derzeitigen Informationslage in Zukunft wahrscheinlich entwickeln wird. Die Prognose ist eine Spezialform der Projektion. Sie unterscheidet sich von der Projektion dadurch, dass eine Eintrittswahrscheinlichkeit beziffert wird.

Ein Risiko liegt vor, wenn etwas aktiv getan wird und sich daraus eine riskante Situation ergibt. Eine Bedrohung ist von einem Risiko abzugrenzen und ist eine passiv erlebte Umfeldveränderung, von der eine Gefährdung einer derzeitigen Position ausgeht. In der Chancen-Entwicklung (grüne Zukunftsbrille) werden Bedrohungen in Chancen transformiert.

siehe ebenfalls Bedrohung

Risikomanagement hat das Ziel der Sicherung, Erhaltung und erfolgreichen Weiterentwicklung des Unternehmens unter Berücksichtigung der Risiken bei allen Führungs- und Durchführungsprozessen.

Das Risikomanagement ist wie das Zukunftsmanagement auf der Suche nach zukünftigen Entwicklungen, um die daraus als notwendig erkannten Veränderungen rechtzeitig im Unternehmen umzusetzen.

Roadmapping ist eine Methode, die im Zukunftsmanagement im Bereich der Implementierung Anwendung finden kann, um einen Plan zur Erreichung langfristiger Ziele zu entwickeln. Dabei wird ein Ziel festgelegt und anschließend die Voraussetzungen zur Erfüllung dieses Ziels in verschiedenen Schritten identifiziert. Beim sogenannten Backcasting wird dabei immer vom Ziel rückwärts zur Gegenwart gearbeitet.

Beispiele:

  • Ermittlung der notwendigen Forschungserfolge zur Entwicklung einer neuen Technologie.
  • Darstellung der Schritte zur Erreichung einer Zukunftsvision.

Horizon Scanning konzentriert sich auf das Aufspüren von früher Anzeichen  potenzieller wichtiger Entwicklungen. Neue Technologien, potenzielle Bedrohungen und Chancen stehen hierbei im Fokus.

Beim Environmental Scanning werden Informationen über das Umfeld eines Unternehmens systematisch gesammelt, aufbereitet und auf ihre Relevanz hin analysiert. Das Scanning kann sich auf bestimmte Felder konzentrieren, etwa auf das makroökonomische Umfeld, bestimmte Märkte, auf den Wettbewerb oder auf Kundenanalyse. Environmental Scanning im Hinblick auf Zukunftsannahmen im Umfeld eines Unternehmens, insbesondere bezüglich relevanter Zukunftsfaktoren, ist ein wichtiger Bestandteil des Zukunftsmanagements und kommt in den Prozessschritten des Eltviller Modells als Zukunftsradar vor der Annahmenanalyse zum Einsatz.

Schwache Signale sind Phänomene oder Entwicklungen, die auf die Entstehung oder Umkehrung eines Trends oder auf Ereignisse in der Zukunft hindeuten. Sie sind jedoch (noch) nicht aussagekräftig genug, um sichere Schlussfolgerungen zu ermöglichen.

Beispiele:

  • Kim Jong Un ist seit zwölf Wochen nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen worden.
  • Ein ehemaliger belgischer Zentralbanker propagiert das Konzept einer an Commodities gebundenen Weltwährung mit inversen Zinsen

Synonym gebrauchte Begriffe: Weak Signals, frühe Signale

Ein Signal ist eine Information über mögliche Entwicklungen und Ereignisse in der Zukunft.

Beispiel: 18,5 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland können nicht richtig lesen.

Strategie-Entwicklung ist der Prozess zur Bestimmung der Zukunftsstrategie, mit der die strategische Vision im Rahmen der Mission und unter Berücksichtigung der strategischen Leitlinien verwirklicht werden soll. So kann das für die Zukunft nötige Handeln in Form von strategischen Zielen und von zu ihnen führenden Projekten, Prozessen und Systemen bestimmt werden.

Mit Strategiefragen wird der wesentliche Wissens- und Entscheidungsbedarf über den „besten“ Weg zur Erfüllung der Mission und zur Verwirklichung der Vision.

Strategie-Entwicklung ist im Eltviller Modell der Prozess der violetten Zukunftsbrille.

Structural Analysis ist eine Methode der Zukunftsforschung, mit der versucht werden kann, die Funktionsweise eines komplexen Systems möglichst umfassend und genau zu erforschen und so die entscheidenden Faktoren für die Evolution des Systems zu ermitteln.

Die strategische Suchfeldanalyse ist ein Konzept zur Identifikation, Analyse, Beurteilung und Auswahl neuer Geschäftstätigkeiten. Durch ihre Anwendung wird permanent überprüft, ob die gegenwärtige Geschäftsstruktur eines Unternehmens noch zur Umfeldentwicklung passt oder ob neue Ansätze verwirklicht werden sollten. Suchfelder umfassen dabei die möglichen zukünftigen Betätigungsfelder eines Unternehmens, aus denen nach einer Bewertung die späteren, neuen Geschäfte ausgewählt werden.

Ein System umfasst alle Strukturen, Ressourcen und Arbeitsmittel, mit denen Projekte und Prozesse umgesetzt werden können.

Ein Zukunftsszenario ist ein System von Projektionen, das ein komplexes Bild einer möglichen Zukunft und eventuell den Weg dorthin beschreibt.
Die Szenario-Methode ist eine Methode der Zukunftsforschung, in der unter Einsatz verschiedener Techniken mehrere mögliche Zukünfte entwickelt und gegenübergestellt werden.

Im allgemeinen Sprachgebrauch ist Trend einer der am häufigsten verwendeten Begriffe, wenn es um die Zukunft geht. Im unternehmerischen Zukunftsmanagement hat der Begriff eine klar definierte Bedeutung. Ein Trend beschreibt demnach kumulative, sich aus einer großen Zahl ähnlicher Entscheidungen und Bewegungen zusammensetzende Ereignisse und Entwicklungen. Im Eltviller Modell des Zukunftsmanagements werden Trends neben Technologien und Themen als Zukunftsfaktoren berücksichtigt. Ein Trend im Sinne eines Zukunftsfaktors ist eine gerichtete Veränderung einer oder mehrerer Variablen eines Umfeldbereichs.

Beispiel:

  • Die wachsende Zahl selbstständig und selbstverantwortlich arbeitender Menschen.
  • Die Zunahme der als Single lebenden Menschen.

Die Trend Impact Analyse ist eine Methode der Zukunftsforschung, mit der die Auswirkungen möglicher zukünftiger Ereignisse auf extrapolierte Trends, Entwicklungen, Institutionen, Entscheidungen oder Strategien analysiert werden können. Zu diesem Zweck wird ein Trendverlauf erstellt und mögliche zukünftige Ereignisse identifiziert, die diesen beeinflussen könnten. Die Wahrscheinlichkeiten, Eintrittszeitpunkte und Auswirkungen dieser Ereignisse werden geschätzt und anhand der Ergebnisse eine Bandbreite möglicher, alternativer Trendverläufe ermittelt.

Trendextrapolation ist eine grundlegende Methode der Zukunftsforschung, bei der ein historischer Trendverlauf durch mathematische Regression in die Zukunft fortgeschrieben wird. Beispiele sind lineare und exponentielle Wachstumsverläufe, aber auch Zyklen und Wellenbewegungen, sowie Kombinationen verschiedener Funktionen.

Synonym gebrauchte Begriffe: Time Series, Zeitreihenanalyse, Rule-Based Forecasting, Quantitative Trendextrapolation

Die Trendforschung befasst sich meist mit sozialen Trends, um daraus zukünftige Bedürfnisse der Konsumenten abzuleiten.

Eine Überraschung ist eine Projektion oder ein Szenario eines Ereignisses oder einer Entwicklung im Umfeld mit niedriger Wahrscheinlichkeit, aber mit potenziell starken Auswirkungen.

EIne Überrraschung mit einer besonders niedrigen Wahrscheinlichkeit, aber sehr hoher Auswirkung, wird „Black Swan“ genannt.

Beispiel:

  • Prozesshafte Überraschung: ein Musikmarkt, der ohne physische Tonträger auskommt
  • Ereignishafte Überraschung: Tsunami vom 26.12.2004

Mit Überraschungsfragen bestimmen Sie den wesentlichen Wissensbedarf über mögliche und auswirkungsstarke Überraschungen in Ihrem Umfeld.

Beispiel: Wie könnte der Bedarf unserer Kunden nach unseren Leistungen plötzlich drastisch sinken?

Die Überraschungsanalyse wird im Eltviller Modell des Zukunftsmanagement im Rahmen der roten Zukunftsbrille angewendet, um auf mögliche überraschende Ereignisse und Entwicklungen in der Zukunft vorbereitet zu sein. Ziel ist, mögliche Überraschungen in Chancen umzuwandeln.

Zweck der Überraschungs-Analyse ist es, die Organisation und ihre Zukunftsstrategie gegen solche Überraschungen zu immunisieren, die die Strategie oder gar das Fortbestehen der Organisation gefährden könnten. Die Auswirkungen von Überraschungen werden üblicherweise über-, bzw. unterschätzt.

Nachdem Überraschungsfragen bestimmt wurden (Wie könnte der Bedarf unserer Kunden nach unseren Leistungen plötzlich drastisch sinken?), können Projektionen und Szenarien überraschender Ereignisse, sowie Szenarien überraschender  Entwicklungen und alternativer Zukünfte entwickelt werden. Wichtig hierbei ist, sich nur auf die wichtigsten potenzielle Überraschungen zu begrenzen. Nun können Angreifbarkeit der Organisation und deren strategischer Elemente evaluiert und Eventualstrategien entwickelt werden.

Das Überraschungs-Radar wird im Rahmen der Überraschungs-Analyse angewendet, um blinde Flecken in der Umfeldwahrnehmung sowie überraschende und meist bedrohliche Ereignisse zu identifizieren. Besonders die Zukunftsannahmen der Unternehmensführung müssen immer wieder infrage gestellt werden. Zumeist wird sich auf Aussagen von Think Tanks, Experten und Zukunftsforschern gestützt.

Aktuelle Entwicklungen und Ereignise können als Auslöser zur Entwicklung präventiver Strategien und Eventualstrategien dienen. Dadurch können überraschende und unwahrscheinliche, aber bedrohende und wichtige Entwicklungen identifiziert werden (wild cards).

Eine Utopie lässt sich als eine denkbare, aber nicht realisierbare Zukunft definieren. Zumeist werden fortschrittliche, liberale und erfolgreiche Gesellschaften beschrieben.

Eine strategische Vision ist das konkrete Bild einer faszinierenden, gemeinsam erstrebten und realisierbaren Zukunft. Sie besteht aus Visions-Elementen, die auf Zukunftschancen basieren und meist komplexe und visionäre Langfristziele beschreiben.

Beispiel: Wir sind 2018 der schnellste Entwickler von individuellen Kosmetikprodukten in Europa.

Visioning identifiziert eine gewünschte Zukunft, und untersucht die Funktionsweise und Abläufe in dieser Zukunft. Visioning ist eine Methode, die im Eltviller Modell des Zukunftsmanagements im Bereich der gelben Zukunftsbrille eingesetzt werden kann, um individuelle Antworten auf die Visionsfrage zu finden, wie ein Unternehmen im Jahr 20XX aussehen könnte.

Mit Visionsfragen bestimmen Sie den wesentlichen Entscheidungsbedarf über Ihre erstrebte Zukunft.

Die Visions-Entwicklung ist ein methodischer Schritt im Eltviller Modell des Zukunftsmanagements. Die „gelbe Sichtweise“ der Visions-Entwicklung blickt auf die angestrebte Zukunft eines Unternehmens und ist durch eine kritisch visionäre Denkhaltung bestimmt. In dieser Phase des Eltviller Modells wird die vierte Kernfrage des Zukunftsmanagements aufgegriffen: Wie soll das Unternehmen in fünf bis zehn Jahren im Sinne einer strategischen Vision aussehen? Ziel ist, zwischen mehreren möglichen Visionskandidaten zu entscheiden und auf dieser Grundlage das Bild einer faszinierenden, gemeinsam erstrebten und realisierbaren Zukunft zu zeichnen.

Visionskandidaten sind mögliche Entwürfe des Unternehmens in der Zukunft. Sie ergeben sich aus einigen gut bewerteten Chancen und bilden die Basis für die strategische Vision.

Sie können sich unterscheiden nach Identitäten, Regionen, Geschäftsfeldern, Philosophie oder strategischen Konzepten.

Die Vorläuferanalyse ist eine Methode der Zukunftsforschung, die auf der Annahme beruht, dass Entwicklungen in verschiedenen Branchen und Ländern oft ähnlich, aber zeitversetzt ablaufen. Bei der Vorläuferanalyse wird eine relevante Region oder Branche identifiziert, die in bestimmten Aspekten als „die fortschrittlichste der Welt“ angesehen wird. Anhand einer genauen Beobachtung dieses Vorläufers werden Prognosen für die Entwicklung der Nachfolger entwickelt.

Ein Wargame ist in eine konkrete Simulation, die im Rahmen der Wargaming-Methode durchgeführt wird. Wargaming eignet sich dazu, Projektionen und Szenarien überraschender Entwicklungen zu erarbeiten. Im Eltviller Modell des Zukunftsmanagements kann Wargaming als Methode zur roten Zukunftsbrille angewendet werden. Dabei verteidigen sich die Mitwirkenden gegen Angriffe und strategische Züge ihrer schärfsten Wettbewerber und anderer relevanter Akteure, sowohl der heutigen wie auch derjenigen, die erst in der Zukunft auftauchen können.

Ein strategisches Ziel ist der gewünschte Zustand eines Gestaltungsfeldes, der nach Eigenschaften und Zeitpunkt in der Zukunft eindeutig definiert ist.

Beispiel: Wir haben einen neuen Geschäftszweig im Optoelektronikgeschäft bis zum Ende nächsten Jahres aufgebaut.

Die Zukunft ist ein vielschichtiges Konzept und weitaus komplexer als gemeinhin angenommen: „die Zukunft“ als vor uns liegende Zeit existiert nicht. So bietet es sich an, von der Zukunft im Plural zu sprechen. Der Begriff „Zukünfte“ impliziert eine gewisse Offenheit und einen Mangel an Vorherhsehbarkeit der Zukunft.

Es ergeben sich folgende Arten von Zukünften:

  • Undenkbare Zukunft
  • Denkbare Zukunft
  • Gedachte Zukunft
  • Mögliche Zukunft
  • Plausible Zukunft
  • Wahrscheinliche Zukunft
  • Gestaltbare Zukunft
  • Gewünschte Zukunft
  • Geplante Zukunft
  • Überraschende Zukunft

Die Zukünfte sind subjektiv, aus der Sicht des jeweiligen Akteurs zu verstehen, der nur unvollständiges Wissen besitzt. Definitionen sind auch abhängig von dem Zeitpunkt der Betrachtung. Die einzelnen Arten ergeben sich aus der Reihenfolge der Betrachtung.

Das Zukunfts-Radar ist der vorbereitende Schritt des Prozessmodells innerhalb des Eltviller Modells des Zukunftsmanagements. Es dient dazu, Wissen und Informationen (wichtige Trends und Technologien) über die Zukunft, bzw. zukünftige Entwicklungen und Wandel (und Triebkräfte) systematisch und frühzeitig zu erkennen und zu sammeln.

Kernkonzepte, die in als Teil dieses Prozesses entwickelt werden, sind Annahmen-Analyse, Annahmefragen, Zukunftsfaktoren, Signale, Projektionen, Szenarien, usw.

Eine Zukunftsannahme ist eine Überzeugung über die wahrscheinliche Zukunft, die in der einer Projektion oder einem Szenario zugemessenen Erwartungswahrscheinlichkeit ausgedrückt wird.

Beispiel: „Wir nehmen mit achtzig-prozentiger Wahrscheinlichkeit an, dass im Jahr 2020 sechzig Prozent der Menschen in der Stadt X in Einpersonenhaushalten leben werden.“

  • Eine Erwartung ist eine Zukunftsannahme, die eine hohe Erwartungswahrscheinlichkeit ausdrückt: Wir nehmen mit achtzig-prozentiger….
  • Eine Eventualität ist eine Zukunftsannahme, die eine mittlere Erwartungswahrscheinlichkeit ausdrückt: Wir nehmen mit fünfzig-prozentiger ….
  • Eine Nicht-Erwartung ist eine Zukunftsannahme, die eine niedrige Erwartungswahrscheinlichkeit ausdrückt:  Wir nehmen mit zehnprozentiger…

Mit Annahmenfragen bestimmen Sie den wesentlichen Wissensbedarf über die wahrscheinliche Entwicklung Ihres Umfeldes.

Beispiel: In welchem Maße wird die zunehmende Videofonie- und Videokonferenztechnik die Geschäftsreisetätigkeit einschränken?

Eine Zukunftschance ist eine vorteilhafte Gestaltungsmöglichkeit. Im Eltviller Modell des Zukunftsmanagements werden Zukunftschancen mit der grünen Zukunftsbrille systematisch erarbeitet. Dabei kommen spezielle Chancenfragen zum Einsatz, die sich auf bestimmte Gestaltungsfelder beziehen. So können je nach Gestaltungsfeld gezielt Chancen entwickelt werden, etwa auf Geschäftsfeldebene, für Marketing und Vertrieb oder im Hinblick auf Systeme und Prozesse.

Beispiele für Zukunftschancen:

  • Wir treten in den chinesischen Markt ein
  • Wir gründen ein Logistikunternehmen

Chancenfragen sind Denkobjekte des Eltviller Modells des Zukunftsmanagements und kommen bei der Entwicklung von Zukunftschancen zum Einsatz. Chancenfragen bestimmten dabei die Suchfelder, die im Rahmen der jeweiligen Aufgabenstellung im Vordergrund stehen. Sie lenken das Suchen nach Zukunftschancen auf solche Gestaltungsfelder, die dem Suchenden wichtig sind. Mit Chancenfragen wird der wesentliche Wissensbedarf über vorteilhafte Gestaltungsmöglichkeiten in wichtigen Gestaltungsfeldern eines Unternehmens bestimmt.

Beispiel: Welche neuen Produkte und Lösungen können wir entwickeln und anbieten?

Zukunftsfaktoren sind Trends, Technologien und Themen, die als treibende Kräfte zukünftiger Veränderungen wirken.

Ein Thema bezeichnet ein Phänomen, das zukünftige Veränderungen in eine oder mehrere Richtungen verursacht.

  • Religiöse Konflikte
  • Militärische Konflikte

Ein Trend ist eine eindeutig gerichtete Veränderung einer oder mehrerer Variablen im Umfeld.

  • Die Zahl der Reisekilometer pro Person und Jahr steigt.

Eine Technologie ist ein Werkzeug zur Erweiterung der menschlichen Fähigkeiten.

  • Nanotechnologie
  • Photonik
  • Mensch-Maschine-Schnittstellen

Die Zukunftsforschung ist ein junges, wissenschaftliches und interdisziplinäres Fachgebiet und befasst sich mit möglichen, wünschbaren, plausiblen und wahrscheinlichen Zukunftsbildern. Zu den Aufgaben der Zukunftsforschung zählt die Erforschung zukünftiger struktureller Entwicklungen und Wirkungen sowie daraus Folgerungen für die Gegenwart zu ziehen.

Die Grenzen zum Zukunftsmanagement sind fließend. Das Zukunftsmanagement ergänzt die Zukunftsforschung um die Einbringung von Strategie und die praktische Umsetzung.

Die Zukunftsforschung hat im Vergleich zum Zukunftsmanagement eher einen weiteren Zeithorizont und ist in Ergebnissen abstrakter und theoretischer.

Ein Zukunftsmarkt ist eine Lösung (Produkte und Dienstleistungen) für zukünftig wichtige Probleme und Wünsche bestimmter Menschen und Organisationen, die neu entsteht oder deutlich mehr Umsatz erzielen wird. Im Gegensatz zum „Zukunftstrend“ und zur „Zukunftstechnologie“ ist beim Zukunftsmarkt konkret vorstellbar, was, für wen, warum und wie hergestellt und verkauft wird.

Eine Zukunftsprojektion ist eine Aussage über den möglichen Zustand eines Beobachtungsobjekts im Umfeld zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft.

Wenn eine Eintrittswahrscheinlichkeit beziffert wird, handelt es sich um einen Spezialfall der Projektion, nämlich um eine Prognose.

Die Qualität der Zukunftsstrategie bestimmt die Qualität der Zukunft eines Menschen oder einer Organisation. Mit einer soliden und innovativen Zukunftsstrategie sollen substantielle Wettbewerbsvorteile erzielt werden.

Im Unterschied zu einer klassischen Unternehmensstrategie werden bei einer Zukunftsstrategie nach dem Eltviller Modell die zukünftigen Entwicklungen, Umfeldszenarien, kollektive Zukunftsannahmen, potenzielle Überraschungen auf breiterer Basis miteinbezogen und Zukunftschancen weiter und breiter ausgeleuchtet.

Eine Zukunftsstrategie dient im Rahmen der Mission und unter Beachtung strategischer Leitlinien der effizienten und konsistenten Verwirklichung der strategischen Vision und umfasst messbare Ziele, Projekte, Prozesse, Systeme, Entwicklungschancen und Eventualstrategien. Die Zukunftsstrategie vereint die im Zukunftsmanagement gewonnenen Erkenntnisse in einem geordneten System planvollen Handelns im geschäftlichen Alltag.

Die Zukunftsstrategie wird im Eltviller Modell des Zukunftsmanagements unter dem Blickwinkel der violetten Zukunftsbrille im Rahmen der Strategie-Entwicklung bestimmt. Sie ist die Gesamtheit der Denkobjekte, die für die Antizipation der Zukunft, das Setzen der Mission, Vision und Leitlinien sowie das Setzen und Verfolgen von Zielen nötig sind.

Eine Zukunftsstrategie schafft Orientierung und Verantwortung im Tagesgeschäft, erhöht die Effizienz durch Konzentration der Kräfte, ermöglicht regelmäßige Erfolgskontrolle und erhöht die Wahrscheinlichkeit und den Grad des Erfolges.
Strategie ist die Gesamtheit von Entscheidungen, Leitlinien und Aktivitäten für das Setzen und Verfolgen langfristiger Ziele.

Zukunftsstrategie ist die Gesamtheit der Denkobjekte, die für die Antizipation der Zukunft, das Setzen von Mission, Vision und Leitlinien sowie das Setzen und Verfolgen von Zielen nötig sind.