10 Schritte, wie Sie Ihr Team visionär in die Zukunft führen

In den über 25 Jahren, in denen wir mit Unternehmern daran arbeiten ihre Unternehmen noch besser auf die Zukunft auszurichten, haben wir gelernt: Auch die beste Vision nutzt nichts, wenn Sie diese nicht wirksam vermitteln. Und zwar so, dass sie in den Köpfen, Herzen und Händen Ihrer Mitarbeiter ankommt und im Tagesgeschäft als Zukunftsbild konsequent anvisiert wird. Denn ohne Umsetzung, bleibt Ihre Vision nur Träumerei. Nur wenn Ihre Mitarbeiter die Unternehmensvision verstehen, verinnerlichen und engagiert mittragen, kann sie wirken. In der Theorie klingt das logisch und einfach, aber in der Praxis ist es alles andere als trivial. Deshalb beginnt die Arbeit hier erst richtig. Von den erfolgreichen Visionären lassen sich 10 Schritte lernen, die die Erfolgsaussichten massiv steigern:

  1. Verlassen Sie Ihre Komfortzone
  2. Nehmen Sie ‚Vision‘ wörtlich
  3. Kommunizieren Sie, kommunizieren Sie, kommunizieren Sie
  4. Stoppen Sie alles, was Ihre Mission und Vision nicht unterstützt
  5. Helfen Sie Ihren Mitarbeitern, ihren Beitrag zu erkennen
  6. Geben Sie Ihren Mitarbeitern mehr Freiheit und Verantwortung
  7. Fördern Sie positives Denken und Handeln
  8. Bestimmen Sie einen „Stellvertreter“ für Ihre Vision
  9. Seien Sie gut organisiert
  10. Bleiben Sie hartnäckig

1. Verlassen Sie Ihre Komfortzone!

Change-Experten und Verhaltenspsychologen wissen: „Wenn Sie sich verändern wollen, ist es unwahrscheinlich, dass Sie Lust auf die ersten Schritte haben.“ Den meisten Menschen fällt es nicht leicht, den durch Gewohnheiten definierten Bereich, die sogenannte Komfortzone, zu verlassen. Das gilt für Ihre Mitarbeiter genauso wie für Sie. Was vertraut ist, fällt leichter. Menschen ziehen sich ohne ein attraktives Zukunftsbild bei Herausforderungen immer auf das Vertraute zurück, selbst wenn es nicht mehr zukunftsfähig ist. Bekannte Abläufe lassen sich routiniert, quasi wie im Schlaf erledigen. Doch zu lange in der Komfortzone zu verharren, birgt Risiken. Ihre Vision orientiert sich mit Sicherheit nicht am Status quo. Sie ist ein Blick über die Komfortzone hinaus. Vermitteln Sie Ihren Mitarbeitern, dass diese Wachstumszone eine Chance ist, durch Arbeit an der Vision mit dem Unternehmen und an sich selbst zu wachsen. Motivieren Sie sie mit einem attraktiven Zukunftsbild, die Komfortzone zu verlassen. Dabei sollte die Vision anspruchsvoll sein: in Sichtweite, aber außer Reichweite. Gehen Sie auch als Leader voran, das heißt über Ihre persönliche Komfortzone hinaus!

2. Nehmen Sie ‚Vision‘ wörtlich: Zeichnen Sie ein Bild Ihrer ersehnten Zukunft!

Bieten Sie Ihren Mitarbeitern ein glaubwürdiges Bild von einer attraktiven Zukunft. Mit einer bildhaften Darstellung Ihrer Vision können Sie dies am besten erreichen. Vision kommt von „videre“, also von sehen. Präsentieren Sie Ihre Vision unbedingt in Form von Bildern, Grafiken oder Videos. Das hat eine Visualisierungs- und eine Erinnerungsfunktion. Das Bild ist konkreter und verhindert Missverständnisse. So wird die Vision im Alltag viel stärker bewusst und wirksamer als reiner Text. Ein Bild Ihrer Vision bietet darüber hinaus den gleichen Nutzen wie eine Vorlage beim Puzzle: Orientierung. Jeder erkennt, ob und wohin sein Puzzle-Teil, also sein konkreter Beitrag zum Erreichen der Vision, passt. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter niemals ohne Vorlage puzzeln, denn dann macht sich jeder sein eigenes Bild. Bieten Sie visuell Orientierung und profitieren Sie von der Wirkung starker Bilder.

3. Kommunizieren Sie, kommunizieren Sie, kommunizieren Sie!

Ihre Mitarbeiter können die Unternehmensstrategie nur dann erfolgreich umsetzen, wenn sie die Vision und Strategie des Unternehmens wirklich verstanden und verinnerlicht haben. Damit dies gelingt, ist es notwendig, die wesentlichen Elemente der Vision und Strategie so zu formulieren, dass sie leicht erfasst und verstanden werden können. Gehen Sie davon aus, dass kaum jemand gewillt sein wird, viel Zeit zu investieren, um sich mit Details auseinanderzusetzen. Kommunikation ist das A und O, wenn Sie Ihre Vision wirksam machen wollen. Bedienen Sie sich bei der Kommunikation einer Vielzahl von Formaten und Kanälen. Wiederholen Sie die Kernelemente immer wieder, um die Vision und Strategie fest zu verankern. Marketingexperten sagen: „Erst wenn Ihre Botschaft Ihnen zum Halse herauskommt, beginnt sie bei den Kunden anzukommen“. Das ist bei der Kommunikation der Vision an Ihre Mitarbeiter nicht anders. Kommunizieren Sie begeisternd und überzeugend. So erhöhen Sie die Zahl der Mitgestalter und Unterstützer.

4. Stoppen Sie alles, was Ihre Mission und Vision nicht unterstützt!

Bündeln Sie Ihre Kräfte und verstärken Sie so Ihre Durchschlagskraft. Konzentrieren Sie sich auf den jeweils wirkungsvollsten Ansatzpunkt und verschwenden Sie Ihre Ressourcen nicht an anderen Stellen. Fokus und dauerhafte Konzentration der Kräfte (Geist, Zeit, Geld) sind unbestrittene Erfolgsfaktoren. Lassen Sie sich nicht von Ihren Zielen ablenken und bringen Sie Ihre Mitarbeiter immer wieder auf Kurs. Fokus erfordert Neinsagen und buchstäblich „wegschneiden“. Treffen Sie so viele Entscheidungen gegen Optionen, Eskapismus, Augenblicksvorteile etc. wie möglich. Begegnen Sie Trägheit und Gegenkräften konsequent, indem Sie den Fokus immer wieder auf Ihr klares Zukunftsbild lenken. Es zieht die Aktivitäten glatt, es konzentriert und harmonisiert sie, vom Führungsteam bis zum einzelnen Mitarbeiter. Überprüfen Sie auch Ihr Projekt-, Produkt- und Kundenportfolio und bereinigen sie es dort, wo es nicht wirklich zu Ihrer Mission und Vision passt.

5. Helfen Sie Ihren Mitarbeitern, ihren Beitrag zu erkennen!

Um Ihre Vision zu erreichen, benötigen Sie einen zielorientierten Strategieprozess, der das konkrete Handeln und klare Verantwortlichkeiten jedes Einzelnen bestimmt. Die Strategieumsetzung sollte top-down erfolgen. Brechen Sie Ihre Vision in einer Strategie über die verschiedenen Ebenen (Unternehmen -> Bereiche -> Teams -> Mitarbeiter) auf ein individuelles Level herunter. So erkennt jedes Team und jeder Mitarbeiter unmittelbar, wie sein konkreter Beitrag zum Erfolg der Vision aussieht. Diese Kaskadierung bietet Orientierung, inwieweit eine konkrete Aufgabe oder ein Prozess auf den ‚Masterplan‘ einzahlt. Nutzen Sie das auch bottom-up im Kommunikationsprozess, um die Ergebnisse der Strategieumsetzung zu überprüfen, die Roadmaps der einzelnen Ebenen abzugleichen oder frühzeitig Probleme zu erkennen. Geben Sie Ihren Mitarbeitern so auch die Möglichkeit zum Dialog und zur unternehmerischen Mitgestaltung.

6. Geben Sie Ihren Mitarbeitern mehr Freiheit und Verantwortung!

Freiheit auf der einen und die Übernahme von Verantwortung auf der anderen Seite treten an die Stelle eines autoritären Führungsstils, der geprägt ist durch Befehl und Gehorsam. Nur so können Unternehmen die heute für den Erfolg notwendige Agilität erreichen – in Bezug auf volatile Märkte und ein hochdynamisches Wettbewerbsumfeld. Voraussetzung ist, dass die mit der Freiheit verbundene Verantwortung auch wirklich angenommen wird. Starke Führungskraft ist dafür unabdingbar: Erst wenn die Vision klar ist und konkrete Ziele vereinbart sind, können Sie Ihren Mitarbeitern auch die Freiheit geben, Verantwortung zu übernehmen. Detailplanung und permanente Kontrolle muss in den Hintergrund treten. Etablieren Sie eine Vertrauenskultur, in der selbständige Mitarbeiter in selbstorganisierten Teams Ihre Vision verfolgen. Schaffen Sie Freiraum für Kreativität und Innovation – aber mit einem klaren gemeinsamen Ziel vor Augen!

7. Fördern Sie positives Denken und Handeln!

„Culture eats strategy for breakfast“, sagte Peter Drucker über die Bedeutung der Unternehmenskultur für den Unternehmenserfolg. So ist es. Eine noch so intelligente und ausgefeilte Strategie hat keine Chance auf Umsetzung, wenn die herrschende Kultur ihr entgegensteht. Kultur kann man nicht befehlen. Kultur kann man auch nur sehr langsam entwickeln. Aber man kann Vereinbarungen treffen, also Leitlinien erarbeiten und sich auf ihre Einhaltung einigen. Verhaltensdesign ist der Hebel, um die Kultur eines Teams zu verändern. Fördern, unterstützen und belohnen Sie positives Denken und das vereinbarte Handeln in allen Bereichen und mit allen Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln. Dabei geht es weniger um finanzielle Anreize, sondern um Wertschätzung, Anerkennung und prominentes Lob. Kommunizieren Sie Erfolgsgeschichten in Haus-Medien. Wertschätzen Sie positive Verhaltensänderungen. Schenken Sie denjenigen Ihre Aufmerksamkeit, die aktiv im Sinne der Vision weiterentwickeln. Und: Leben Sie die Werte, Normen und Einstellungen Ihrer gewünschten Unternehmenskultur vor!

8. Bestimmen Sie einen „Stellvertreter“ für Ihre Vision

Wenn Sie sich und Ihrem Unternehmen eine anspruchsvolle Vision gegeben haben, wird der Weg herausfordernd. Notwendige Maßnahmen zum Erreichen der Vision werden zum Beispiel unter Berufung auf die Anforderungen des Tagesgeschäftes prokrastiniert. Neue Ideen werden verfolgt, obwohl sie nicht zur zukünftigen Ausrichtung passen. Das wird auch für Sie als Leader gelten. Wenn Kunden mit Sonderwünschen rufen, Probleme bei Zulieferern auftreten oder ein wichtiges Projekt stockt, werden auch Sie immer wieder die Versuchung haben, kurzfristig Dringendes dem langfristig Wichtigen vorzuziehen. Sie werden es leichter haben, wenn auch Sie jemanden haben, der Inhalt und Ziele Ihrer Vision auch Ihnen gegenüber motivierend und kontrollierend vertritt. Eine Art Stellvertreter Ihrer Vision. Als Unternehmer stehen Sie an der Spitze und sind niemandem Rechenschaft schuldig. Indem Sie sich gegenüber einer anderen Person verpflichten, der Vision treu zu bleiben und Ihre Ziele zu erreichen, steigern Sie Ihre Motivation. Sie können dieser Person auch die Autorität geben, Sanktionen zu verhängen, wenn die strategischen Ziele vernachlässigt werden. Das können beispielsweise im Voraus vereinbarte Strafzahlungen (aus dem Privatvermögen) sein, wenn das eigene Commitment nicht eingehalten wird. Bestimmen Sie einen Beauftragten für Ihre Vision und geben Sie ihm/ihr Autorität. Damit erweitern Sie auch Ihre eigene Willenskraft. Ihren Mitarbeitern gegenüber haben natürlich Sie selbst diese Rolle.

9. Seien Sie gut organisiert!

Nicht nur Ihre Vision ist eine Vorlage für Ihre Mitarbeiter, auch Sie sind ein Vorbild. Als Unternehmer oder Führungskraft haben Sie immer eine Beispielwirkung auf Ihre Mitarbeiter. Halten auch Sie Ihre Aufgaben und Verantwortungen ein. Deadlines, Termine und Ziele sollten für jeden verbindlich sein – auch für die an der Spitze. Das klingt banal und selbstverständlich, ist aber längst nicht immer gelebte Praxis. Daher gilt auch für Sie und Ihre Führungskräfte: Organisieren Sie sich. Schaffen Sie sich ein System, das Ihnen hilft Ihre persönlichen Aufgaben umzusetzen und Ihre individuellen Ziele zu erreichen. Software und Tools sind hier kein Selbstzweck. Aber elektronische Boards, geteilte Task-Listen oder ein digitales Tickler File für Einnerungen können helfen, den Überblick zu behalten.

10. Bleiben Sie hartnäckig!

Auch wenn Sie eine attraktive Vision für die Zukunft Ihres Unternehmens haben, ist der Weg dorthin keine leichte Aufgabe. Ohne Durchhaltevermögen gelingt das nicht. Ihre Vision beschreibt schließlich, womit Ihr Unternehmen in fünf, zehn oder auch erst in fünfzehn Jahren sein Geld verdienen will. Es ist ein Marathon, für den Sie einen langen Atem brauchen. Nicht selten scheitert das Erreichen einer Vision daran, dass nur auf schnelle Erfolge hingearbeitet wird, für die gesamte Strecke dann aber Energie und Ausdauer fehlen. Wenn Sie unterwegs aufgeben, haben Sie Zeit, Kraft, Geld und Ressourcen vergeudet. Sie verlieren auch an Glaubwürdigkeit: Wenn Sie zum nächsten Marathon aufrufen, werden weniger Ihrer Mitarbeiter motiviert an den Start geben. Wenn Sie sich für ein längerfristiges Ziel entschieden haben, beweisen Sie Beharrlichkeit. Es lohnt sich! Daher: Haben Sie Geduld – und bleiben Sie hartnäckig!

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