Fuád Abuschuscha

Die zunehmende Verbreitung sogenannter digitaler Biomarker eröffnet viele Möglichkeiten. Digitale Biomarker sind Informationen, die in digitaler Form vorliegen und in irgendeiner Weise mit der Gesundheit in Verbindung stehen. Das kann z. B. die Stimme einer Person sein, deren Beschaffenheit anzeigt, dass etwas nicht in Ordnung oder ein Risikofaktor für gewisse Krankheiten ist.

Wir werden zukünftig in der Lage sein, diese Daten sowie die Erkennung von Mustern und Korrelationen nebenbei und zu sehr geringen Kosten zu nutzen. Sie kaufen zum Beispiel eine Uhr und entscheiden sich für eine SmartWatch. Sie haben damit die Möglichkeit geschaffen, aus Daten Rückschlüsse auf Ihre Gesundheit ziehen zu können. Die Uhr liefert das System dafür, obwohl Sie nichts zusätzlich dafür bezahlt haben.

Das kann dazu führen, dass dieser Markt, der sehr auf Qualität und Effektivität bedacht ist und auch häufig mit hohen Kosten einhergeht, gänzlich anders funktionieren wird. Denn Hersteller, die solche Smart Devices produzieren, werden es mit ganz einfachen Mitteln schaffen, diese Systeme „good enough“, also gerade so gut wie nötig, zu entwickeln und zu fertigen. Irgendwann werden diese Systeme dann gut genug sein, um tatsächlich mit Produkten von Herstellern aus dem Diagnostikbereich in Konkurrenz zu treten. An diesem Punkt sind neue Player ernstzunehmende Konkurrenten, was sehr disruptiv für den entsprechenden Markt sein kann. Jeder Akteur im Markt für Medizintechnik muss sich die Frage stellen, ob er einfach abwarten kann, bis es dazu kommt. Die Alternative wäre, sein Geschäft schon heute wetterfest zu machen und die eigenen Chancen im digitalen Zukunftsmarkt zu entwickeln.

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